Munckelstraße

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Straße in Gelsenkirchen

Munckelstraße

ehemaliger Name: bis 1937 Gerichtstraße, 1937 bis 15.06.1946 Dietrich-Eckart-Straße, zum Teil Feldmarkstraße
Hausnummern (ungerade): 1 - Ende
Hausnummern (gerade): 2 - Ende
Stadtteil: Altstadt
Postleitzahl: 45879
Bevölkerung
(Stand 31.12.2020 • Quelle: Stadt Gelsenkirchen )
Einwohner dieser Straße: 435
davon weiblich: 189
Lagekarte
 
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Munckelstraße, Teile der früheren Feldmarkstraße

Die Munckelstraße ist eine Straße in Gelsenkirchen. Die Munckelstraße beginnt im Stadtteil Altstadt mit der Hausnummer 1 bzw. 2.

Verlauf

Die Munckelstraße beginnt an der Ebertstraße, und führt am Amtsgericht Gelsenkirchen, der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen und den Evangelische Kliniken Gelsenkirchen vorbei und in Hufeisenform zwischen dem Bildungszentrum und dem Fritz-Rahkob-Platz zurück zur Ebertstraße. Vor dem 2. Weltkrieg ging die Munckelstraße vom evangelischen Krankenhaus kommend über die Florastraße hinaus als „Kußweg" und grüner Verbindungszug weiter bis nach Schalke zum Schalker Markt.

Namensdeutung

Die Straße wurde nach dem Amtsgerichtsrat Max Munckel (1855 - 1915) benannt.

Geschichte

Ein Teil der Munckelstraße war früher die Feldmarkstraße, an der das Wohnhaus des Bauern Schalke lag. Dieses Haus wurde in den 1970er im Rahmen des Umbaus der Munckelstraße und der Feldmarkstraße abgerissen. Der Bauer Schalke verkaufte seine Ländereien, auf dem auch sein Hof lag, an die Stadt Gelsenkirchen. 1897 wurde dort der Kaiser-Wilhelm-Park errichtet.

Häuser

Wohn- und Geschäftshaus Munckelstraße 20

Das Haus entstand 1893 für den Kaufmann Th. Kohlschein als dreigeschossiges Wohnhaus, das je Etage eine abgeschlossene Wohnung enthielt, als traufenständiger Putzbau von fünf Achsen Breite in Formen des Neubarock. Der Entwurf stammt von dem Architekten M. J. Scherer und

Wohn- und Geschäftshaus Munckelstraße 20

hob die Mittelachse optisch besonders hervor: Durch einen Balkon auf wuchtigen Volutenkonsolen, eine Fensterkartusche im ersten Obergeschoß und kolossale Wandpfeiler, ein ehemals vorhandener Mittelgiebel existiert nicht mehr. Die Baluster der Balkonbrüstung werden auch als Sohlbank-Dekore der Fenster im ersten Obergeschoß zwischen durchlaufenden Gesimsen verwendet. Dort sind die Fensterverdachungen mit Attiken auf Konsolen und flankierenden Wandpfeilern versehen.

Im zweiten Obergeschoß haben die Fenster Faschen und Girlandenbekrönungen. Den oberen Abschluß der Fassadengestaltung bildet ein profiliertes Traufgesims, das auf Konsolen ruht. Das gebänderte Erdgeschoß hat einen glatt geputzten Sockel und Rundbogenfenster mit Scheitelsteinmotiven. Die Durchfahrt – ursprünglich zum Hofanbau, Lager und den Pferdeställen führend –wurde 1978 durch einen Kioskeinbau geschlossen. Als weitere Veränderungen lassen sich ein neues Dach sowie neue Gauben und Fenster registrieren. Trotz dieser Veränderungen weist das Gebäude eine gute künstlerische Qualität auf, insbesondere wegen seines neubarocken Dekors. Es hat darüber hinaus stadtgeschichtlichen Wert als vergleichsweise gut erhaltenes Beispiel bürgerlicher Architektur aus der Gründungsphase Alt-Gelsenkirchens.

Weblinks

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