Neustadt

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Wappen von Gelsenkirchen

Neustadt
Stadtteil von Gelsenkirchen

Höhe 44 m über NN
Fläche 0,63 km²
Einwohner 4743 [1](31. Dez. 2020)
Bevölkerungsdichte 7517 Einwohner/km²
Ausländeranteil 40,7 %
Postleitzahl 458..
Vorwahl 0209
Gliederung
Stadtbezirk Süd
Stadtteile

Neustadt, Rotthausen, Ückendorf

Politik
Bezirksbürgermeister Michael Thomas Fath (SPD)
Quelle: Statistikamt Gelsenkirchen
Satellitenbild
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Die Lage der Neustadt in Gelsenkirchen

Die Neustadt ist mit einer Fläche von 0,63 km² der kleinste Stadtteil von Gelsenkirchen. Zusammen mit Rotthausen und Ückendorf bildet die Neustadt den Stadtbezirk Gelsenkirchen-Süd.

Geographie

Der Stadtteil Neustadt wird umgrenzt im Westen zu Rotthausen durch die Bahnlinie Richtung Essen, im Norden zur Altstadt durch die Bahnlinie Richtung Oberhausen (Köln-Mindener Strecke), im Osten durch die Wickingstraße und Südosten durch den Junkerweg und die Hattinger Straße zu Ückendorf, im Südwesten durch den Schwarzbach und den Wiehagen zu Rotthausen.

Geschichte

Liebfrauenkirche am Neustadtplatz

Die Geschichte des Stadtteiles Neustadt geht zurück auf die Errichtung eines Platzes im Jahr 1875 auf dem Gebiet der Flur „Wiehagen“. „Wiehagen“ bedeutet so viel wie Weidehecke und war ein Weideplatz zwischen Haus Leithe und der heutigen Wickingstraße (s. auch Wiehagen).

Der heutige Neustadtplatz wurde möglich durch die großzügigen Spenden einiger Fabrikanten und Kaufleute wie z. B. des Ölmüllers Josef Dinnendahl, des Seifenfabrikbesitzers Fritz Schmidt und des Fabrikanten Wilhelm Munscheid. Zu Ehren des Generalfeldmarschalls Graf von Moltke wurde der Platz „Moltkeplatz“ benannt. Vorbei an diesem Platz führte ein Fußweg als Verlängerung der heutigen Bahnhofstraße durch den Wiehagen bis nach Wattenscheid. Durch die Ansiedlung von Bürgern, Geschäftsleuten und Gastwirten in den Folgejahren entwickelte sich der Fußweg zur Chaussee, dem Beginn der Bochumer Straße. Aus dieser Entwicklung resultierte 1888 der Name Neustadt.

Der westliche Teil des Platzes wurde nach dem Tod von Josef Dinnendahl zu dessen Ehren in Josefstraße

Wiehagenschule

umbenannt. In den Jahren 1890 bis 1910 bildete sich mit dem Bau der kath. Liebfrauenkirche 1894 bis 1896, der ev. Auferstehungskirche 1910/1911

Portal der Auferstehungskirche

und der Wiehagenschule 1900/1908 um den Neustadtplatz das Zentrum des Stadtteiles Neustadt.

In den Folgejahren bis zum 2. Weltkrieg ist der Stadtteil insbesondere durch weitere Wohnbebauung gewachsen, um den Arbeitern, die in unmittelbarer Nachbarschaft im Gussstahlwerk, auf den Zechen Hibernia, Dahlbusch und Rheinelbe sowie in der Glasproduktion der DELOG (Deutsche Libbey-Owens-Gesellschaft) der Lohnarbeit nachgingen, eine Bleibe zu bieten. In direkter Nachbarschaft zum gleichnamigen Herrensitz wurde in den Jahren 1919/1920 nach Plänen des Stadtbaurates Max Arendt die Siedlung Haus Leithe [1] mit den Straßen Wedelstaedtstraße, Arendtstraße sowie Teilen der heutigen Schwarzbachstraße und Mühlenbruchstraße erstellt.

Von Schäden durch Bomben im 2. Weltkrieg weitestgehend verschont, behielt die Neustadt ihr ursprüngliches Stadtbild bis zum Ende der 60er Jahre. Frühzeitige Investitionen und notwendige Sanierungsmaßnahmen, besonders in den reinen Wohngebieten, wurden durch die erst 1975 vollzogene „Kommunale Neugliederung“ blockiert. Die sich anschließende großflächige Neugestaltung der Bochumer Straße zwischen dem Hauptbahnhof Gelsenkirchen und dem Junkerweg wird im Rückblick mittlerweile als Planungsfehler angesehen.

Schulen

ehemalige Schulen

Vereine

Einzelnachweise

Weblinks

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