Oliver Held

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Oliver Held
Spielerinformationen
Voller Name Oliver Held
Geburtstag 10. September 1972
Geburtsort Kiel, Deutschland
Größe 178 cm
Position Abwehrspieler
Vereine in der Jugend
1977–1988
1988–1991
SV Friedrichsort
VfB Kiel
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1991–1993
1993–1995
1995–2001
2001–2003
2003–2010
SV Friedrichsort
Holstein Kiel
FC Schalke 04
FC St. Pauli
TSV Kropp

56 (6)
96 (3)
36 (2)
0

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Oliver Held (* 10. September 1972 in Kiel) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Bekannt wurde er vor allem, als er in der Bundesliga-Saison 1997/98 am 27. Spieltag mit FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln einen Torschuss auf der Torlinie mit der Hand abwehrte und auf Nachfrage des Schiedsrichters angab, den Ball mit dem Kopf gespielt zu haben.

Karriere

Nach den Stationen SV Friedrichsort und Holstein Kiel kam Oliver Held 1995 zum FC Schalke 04. Er spielte in den folgenden sechs Jahren 96 mal für die Königsblauen in der Bundesliga und erzielte dabei vier Tore. Mit den Gelsenkirchenern feierte er 1997 zudem seinen größten Erfolg mit dem Gewinn des UEFA-Cups. 2001 wechselte er zum damaligen Bundesligaaufsteiger FC St. Pauli, wo er weitere zwanzig Bundesligaspiele bestritt. Nach dem Abstieg mit St. Pauli spielte er in der folgenden Saison noch 16 Mal in der zweiten Bundesliga und traf zweimal ins gegnerische Tor. Nach der Saison wechselte er zum TSV Kropp, wo er noch in der Schleswig-Holstein-Liga bis 2010 aktiv war.

Miguel Pereira, Oliver Held (mitte), Filip Tapalović im September 1998

Held wurde im Trikot des FC Schalke weniger aufgrund seiner fußballerischen Qualitäten berühmt, sondern weil er zu einem Präzedenzfall in der Geschichte des DFB-Sportgerichts wurde. Zunächst zog er sich am 27. Spieltag der Saison 1997/1998 im Spiel seiner Schalker gegen den 1. FC Köln die Wut vieler Fans und der Presse zu, als er einen Torschuss der abstiegsbedrohten Kölner beim Stande von 0:0 auf der Torlinie mit der Hand abwehrte, auf Nachfrage von Schiedsrichter Uwe Kemmling aber angab, den Ball ausschließlich mit dem Kopf gespielt zu haben. Kemmling entschied entsprechend nicht auf Elfmeter, später verlor der 1. FC Köln mit 0:1 und stieg am Saisonende zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in die zweite Bundesliga ab. Im Anschluss an die Partie wurde Held wegen unsportlichen Verhaltens für zwei Spiele gesperrt und war somit der erste Profi, der für eine Falschaussage bestraft wurde. Toni Polster, österreichischer Stürmer im Dienste des 1. FC Köln, wünschte Oliver Held nach dem Spiel, dass er „sein ganzes Leben lang kein Glück mehr haben“ solle, nahm diese Aussage einige Tage später aber zurück.

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