Oskar Ahron

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Oskar Ahron (* 27. März 1877 in Wunstorf, † 12. Dezember 1942 in Auschwitz-Birkenau) war ein deutscher Fotograf und Opfer der NS-Herrschaft.

Foto-Atelier Victoria auf der Cranger Straße

Leben

Oskar Ahron war wie sein Vater Eduard und sein Bruder Armand Fotograf. Die Familie Ahron betrieb das Photographische Atelier Victoria in Höxter.

Oskar Ahron betrieb in Erle auf der Cranger Straße 317 (früher Bismarckstraße 185) ein familiengeführtes Foto-Atelier, das wie in Höxter ebenfall Victoria genannt wurde.

Oskar heiratete Jeannette Ahron-Vogelsang, die am 4. Februar 1883 in Gelsenkirchen, vielleicht sogar in Erle, geboren wurde. Das Paar hatte zwei Töchter, Margot Pauline (4. Dezember 1915 in Buer) und Edith Rosa (17. Mai 1918 in Erle).

Im Mai 1934 emigrierte die Familie Ahron nach Amsterdam in die Niederlande. Dort arbeitete Oskar noch bis mindestens Dezember 1941 als Fotograf.

Am 3. Dezember 1942 wurde Oskar Ahron mit seiner Ehefrau im Sammel- und Durchgangslager Westerbork interniert. Oskar Ahron wurde am 12. Dezember 1942 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Er wurde dort drei Tage später am 15. Dezember 1942 ermordet.

Familie

Tochter Margot Pauline heiratete im Juli 1942 den aus Reichensachsen stammenden Julius Seelig. Im Oktober 1934 emigrierte sie nach ebenfalls nach Amsterdam. Dort arbeitete sie als Haushaltshilfe. Sie wurde am 8. mFebruar 1944 ermordet.

Tochter Edith Rosa wurde in Erle geboren. Dort war sie zwischen Juli 1935 und März 1942 gemeldet und arbeitete als Haushaltshilfe. Am 24 August 1942 wurde sie "nach Deutschland" abgemeldet. Vermutlich wurde Edith Ahron jedoch deportiert. Ihr genaues Schicksal ist nicht bekannt.

Gertrud Wolf, Schwester von Oskar Ahron, zog im August 1929 mit ihrer Familie von der Bismarckstraße 161 (heute Cranger Straße 295) in die Bismarckstraße 157 (heute Cranger Straße 291). Im Oktober 1933 emigrierte sie mit ihrem Ehemann nach Amsterdam. Sie wurden am 20.April 1943 ebenfalls im Sammel- und Durchgangslager Westerbork interniert. Am 14. September 1943 wurde das Ehepaar in das Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert. Von dort wurden sie am 25. Januar 1944 in das Konzentrationslager Theresienstadt gebracht. Am 9. Oktober 1944 wurde Gertrud Wolf in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Sie wurde dort am 11. Oktober 1944 ermordet.

Weblinks

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Quellen