Reinhold Dehnke

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Reinhold Dehnke (* 18. Juni 1864[1] in Inowrazlaw, selten Jungbreslau, von 1904 bis 1920 und im Zweiten Weltkrieg auch Hohensalza , † 13. Dezember 1941 in Berlin-Dahlem ) war ein deutscher Bergwerksdirektor und Vorstandsmitglied der Deutsche Erdöl-AG (RWE Dea).

Reinhold Dehnke

Leben

Reinhold Dehnke war ab dem 24. November 1909 Generaldirektor der Zeche Graf Bismarck. Bei seinem Dienstantritt war er 44 Jahre alt. Er residierte mit seiner Familie im Direktorenwohnhaus auf dem Werksgelände von Schacht 1 an der Uechtingstraße. Seine Frau und seine sechs Kinder erlebten den Tagesablauf im Rhythmus der drei Schichten. Zwischen ihnen und den ein- und abströmenden Bergleuten gab es keine Ghetto-Mauer. Reinhold Dehnke zeichnet zwischen 1910 und 1913 verantwortlich für den Bau der Siedlungen um den Hedwigplatz und im Schievenviertel. Er muß sehr stolz auf seinen Fortschritt in der Bergmann-Siedlungs-Kultur gewesen sein, sonst hätte er nicht den Straßen die Namen seiner Kinder Hedwig, Rudolf, Ilse und Erika sowie seiner Mutter Franziska gegeben: Hedwigplatz, Rudelgasse, Ilsegasse, Erigasse und Franzisstraße. Sonst hätte er auch nicht sein Familienmonogramm wie ein Wappen an dem Haus der Cranger Straße 396 einmeißeln lassen:

R H D = Reinhold und Hedwig Dehnke. (Hedwig war der Vorname seiner Frau.)

Dehnke galt als erfolgreicher Zechenmanager. Er konsolidiert seine Betriebe durch den Bau eines eigenen Kanalhafens 1911/14, durch umwälzende Elektrifizierungen, durch Einführung der Druckluftlokomotiven unter Tage und die Installation der großen, modernen Kohlewäschen, durch die Neueinrichtung der ersten Kokerei auf Schacht 1, durch das Abteufen der Schächte 6, 7 und 8. Er erhält dadurch die Wirtschaftlichkeit und auch die langfristige Sicherheit der Arbeitsplätze in Erle.

Dehnke war bis 1923 Direktor auf der Zeche Graf Bismarck. Danach war er 10 Jahre Vorstandsmitglied der Deutsche Erdöl-AG (RWE Dea), und anschließend bis zu seinem Tode am 13. Dezember 1941 Aufsichtsrat der DEA mit Sitz in Berlin.

Quelle

Hans Göbel: Menschen in Erle - Schriftenreihe zur Ortskunde -Verein für Orts- und Heimatkunde Buer (1994)

Einzelnachweise

Weblinks

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