Resse

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Wappen von Gelsenkirchen

Resse
Stadtteil von Gelsenkirchen

Fläche 6,51 km²
Einwohner 11.466 [1](31. Dez. 2020)
Bevölkerungsdichte 1761 Einwohner/km²
Ausländeranteil 8,71 %
Postleitzahl 458..
Vorwahl 0209
Gliederung
Stadtbezirk Ost
Stadtteile

Erle, Resse, Resser Mark

Politik
Bezirksbürgermeister Wilfried Heidl (SPD)
Verkehrsanbindung
S-Bahn S9
Quelle: Statistikamt Gelsenkirchen
Satellitenbild
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Karte von Gelsenkirchen mit Resse im Nordosten

Resse ist ein Stadtteil der Stadt Gelsenkirchen. Resse hat eine Fläche von 6,51 km2 und 11.466 Einwohner (Stand: 31. Dez. 2020). Daraus ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 1.761 Einwohner/km2.

Geographie

Der dörflich geprägte Stadtteil Gelsenkirchen-Resse, der sich durch seinen geschlossenen, rundum von Wald-, Wiesen- und Ackerflächen umgebenen Ortskern von den übrigen Gelsenkirchener Stadtteilen unterscheidet, liegt im Nordosten der kreisfreien Stadt Gelsenkirchen. Im Westen liegen die Waldgebiete Löchterheide und der Westerholter Wald. Im Süden liegt das Waldgebiet Emscherbruch und im Osten die Hertener Mark. Durch Resse fließen der Knabenbach und der Sienbeckbach. Des weiteren entspringt in Resse der Holzbach.

Resse grenzt an folgende Nachbarstadtteile:

Geschichte

Resse existiert in der heutigen Form erst seit gut 100 Jahren. Vorher war dieser Ort ein Stück besiedeltes Land, das aus zwei Bauernschaften bestand: Surresse und Eckerresse. Eine ältere Bezeichnung für ihren gemeinsamen Namen war „Raedese“ und wird erstmalig im 11. Jahrhundert erwähnt. Resse blieb eine kleine Bauernschaft der Pfarre Buer mit etwa 400 katholischen Einwohnern. Erst durch den beginnenden Bergbau trat die Wandlung von Resse ein. Die Abteufung der Schachtanlage Ewald und der Bau der Resser Kolonie (1895) ließ die Einwohnerzahl sprunghaft von ca. 750 auf 3000 Einwohner anwachsen. Im Jahre 1920 betrug die Einwohnerzahl bereits 13.000. Die geschlossenen Baumaßnahmen wurden häufig durch Bauunternehmer organisiert und dann an die Zeche Ewald verkauft.

Als Teil des Vests Recklinghausen, das bis 1803 kurkölnisch war, wurde Resse im Zuge der Säkularisation durch den Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 dem Herzogtum Arenberg-Meppen zugeschlagen. Als das Herzogtum aufgelöst wurde, fiel das Vest Recklinghausen am 22. Januar 1811 an das Großherzogtum Berg. Dabei wurde Resse dem Bürgermeisteramt (Mairie) Herten zugeordnet.[2]

1815 wurde Resse preußisch und kam zur Bürgermeisterei Buer im Kreis Recklinghausen, die 1844 in „Amt Buer“ umbenannt wurde. Als Teil der Stadt Buer (ab 1911) kam Resse 1928 zur Stadt Gelsenkirchen-Buer, die seit 1930 „Gelsenkirchen“ heißt.

Bevölkerung

Zum 31. Dezember 2021 lebten 11.673 Einwohner in Resse.[3]

  • Anteil der weiblichen Bevölkerung: 51,7 % (Gelsenkirchener Durchschnitt: 50,3 %)[3]
  • Anteil der männlichen Bevölkerung: 48,3 % (Gelsenkirchener Durchschnitt: 49,7 %)[3]
  • Ausländeranteil: 8,7 % (Gelsenkirchener Durchschnitt: 23,5 %)[3]

Sport

In Resse gibt es zwei Fußballvereine:

Viktoria Resse 75 verfügt über eine Jugend- und eine Seniorenabteilung.

Des Weiteren gibt es seit 1963 den TV Resse, der unterschiedliche Abteilungen für Kinder und Erwachsene anbietet. Das Angebot umfasst Mutter- und Kindturnen, Kinderturnen, Gymnastik für Frauen und Männer, Parkour und Volleyball.

Auf dem Sportplatz Im Emscherbruch wurde ein Bikepark eingerichtet. Er wird von der MTB-Abteilung des RC Buer/Westerholt betreut.

Flächennutzung

  • 44,4 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt (2,89 km2)
  • 17,9 % der Fläche nimmt die Wohnbebauung ein (1,16 km2)
  • 4,0 % der Fläche sind Gewerbegebiete (0,26 km2)
  • 6,6 % sind forstwirtschaftlich genutzt (0,43 km2)

Wirtschaft

Im Zentrum des Stadtteils liegen einzelnen Lebensmittelläden, kleine Einrichtungsgalerien, Bekleidungsgeschäfte und handwerkliche Firmen. Im Osten des Stadtteils findet man das Gewerbegebiet Reginaweg, in dem kleinere Firmen ansässig sind.

Verkehr

Im Stadtteil kreuzen sich die Straßen Buer-Herten und Herne-Westerholt.

Die umliegenden Stadtteile sind durch mehrere Buslinien gut zu erreichen. Oft benutzte Busse sind 381 (durch Erle nach Hauptbahnhof Gelsenkirchen), 244 (durch Resse über Hauptfriedhof Buer nach Buer Busbahnhof/Rathaus) und 249 (durch Surresse von Recklinghausen Hauptbahnhof nach Buer Rathaus).

Bildung

  • Barbaraschule (katholisch) (Ehemals: Katholische Grundschule Middelicher Straße/KGS)
  • Ewaldschule (Ehemals: Hauptschule an der Middelicher Straße)
  • Gutenbergschule (Ehemals: Grundschule an der Lange Straße)
  • Weiterbildungskolleg Emscher-Lippe. Kolleg und Abendgymnasium der Stadt Gelsenkirchen (im ehemaligen Gebäude der Ewaldschule (vormals: Hauptschule an der Middelicher Straße))

Kindergärten

  • Kath. Kindergarten Herz-Jesu
  • Paulus-Kindergarten
  • Vier städtische Tageseinrichtungen für Kinder

An mehreren Straßen des Stadtteils hält der Bücherbus der Fahrenden Stadtbibliothek Gelsenkirchen.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsstatistik der Stadt Gelsenkirchen
  2. Walter Vollmer: Westfälische Städtebilder. Berichte und Betrachtungen. C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1963, S. 253.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Gesamtbevölkerung nach deutscher Staatsangehörigkeit und Geschlecht auf Ebene der Stadtteile (vierteljährlich) | Offene Daten Gelsenkirchen
  4. 1. Mannschaft. In: Mannschaften. VfL Resse 1908. Auf VfL-Resse-08.de, abgerufen am 21. April 2021.

Weblinks

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