Richard von Weizsäcker

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Bundespräsident Richard von Weizsäcker, 1984
Unterschrift von Richard von Weizsäcker

Richard Karl Freiherr von Weizsäcker (* 15. April 1920 in Stuttgart; † 31. Januar 2015 in Berlin) war ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1981 bis 1984 Regierender Bürgermeister von Berlin und von 1984 bis 1994 der sechste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. In seine Amtszeit als Bundespräsident fiel die deutsche Wiedervereinigung in den Jahren 1989 bis 1990.

Familie

Richard von Weizsäcker entstammte dem pfälzisch-württembergischen Geschlecht Weizsäcker. Er wurde als viertes Kind von Ernst von Weizsäcker und Marianne von Weizsäcker (Tochter des königlichen Generaladjutanten Fritz von Graevenitz) in einem Flügel des Neuen Schlosses in Stuttgart geboren. Sein Großvater, der württembergische Ministerpräsident Karl Hugo von Weizsäcker, war von König Wilhelm II. von Württemberg geadelt und dann 1916 in den erblichen Freiherrenstand erhoben worden. Weizsäcker hatte drei Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester: Carl Friedrich von Weizsäcker (Philosoph und Physiker, 1912–2007), Adelheid von Weizsäcker (1916–2004) und Heinrich Viktor von Weizsäcker (Offizier, 1917–1939[1]). Die Familie lebte aufgrund der diplomatischen Tätigkeit des Vaters von 1920 bis 1924 in Basel, von 1924 bis 1927 in Kopenhagen, von 1931 bis 1933 in Oslo, von 1933 bis 1936 in Bern, wo Weizsäcker das Gymnasium Kirchenfeld besuchte, und danach in Berlin, wo der Vater zunächst Leiter der politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes unter Konstantin Freiherr von Neurath wurde und 1938 zum Staatssekretär unter Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop avancierte.

Gedenktafel am Neuen Schloss in Stuttgart

Seit 1953 war Weizsäcker mit Marianne von Kretschmann verheiratet. Die Mutter von Marianne – Asta von Kretschmann, geb. Mohr – war eine Adoptivtochter von Fritz von Waldthausen. Marianne von Weizsäcker ist ferner eine Großnichte der sozialdemokratischen Frauenrechtlerin Lily Braun, geb. von Kretschmann. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor:

  • Robert Klaus von Weizsäcker (* 1954)
  • Andreas von Weizsäcker (1956–2008)
  • Marianne Beatrice von Weizsäcker (* 1958)
  • Fritz Eckhart von Weizsäcker (* 1960)

Richard von Weizsäcker starb am 31. Januar 2015 im Alter von 94 Jahren in Berlin-Dahlem. Am 11. Februar 2015 fand ein Staatsakt im Berliner Dom statt. Anschließend wurde Weizsäcker auf dem Waldfriedhof Dahlem beigesetzt.[2]

Grab auf dem Waldfriedhof Dahlem in Berlin im Februar 2015

Schule und Ausbildung

Ab 1925 mit seiner Familie in Kopenhagen, wurde Richard in der Deutschen Schule eingeschult und lernte hier lesen und schreiben.[3] 1937 legte Weizsäcker sein Abitur am Bismarck-Gymnasium (heute Goethe-Gymnasium) in Berlin-Wilmersdorf mit knapp 17 Jahren ab.[4] Er war Fähnleinführer der Hitlerjugend im Jungbann 37 in Berlin Wilmersdorf-Zehlendorf und erfüllte die Kriterien nationalsozialistischer Begabtenförderung. Nach seinem Schulabschluss reiste Weizsäcker nach Oxford (Großbritannien) und Grenoble (Frankreich), um dort Vorlesungen über Philosophie und Geschichte zu besuchen.

Militärdienst im Zweiten Weltkrieg

1938 wurde Weizsäcker zum Reichsarbeitsdienst eingezogen. Im Herbst desselben Jahres trat er in die Maschinengewehrkompanie des Potsdamer Infanterie-Regimentes 9 der Wehrmacht ein, das zur 23. Infanterie-Division gehörte. Sein älterer Bruder Heinrich diente bereits als Leutnant im selben Regiment. Am 1. September 1939 überschritt die Einheit der Weizsäcker-Brüder im Rahmen des Polenfeldzuges die polnische Grenze am Polnischen Korridor, rund 40 Kilometer nördlich von Bromberg. Heinrich von Weizsäcker fiel am Abend des 2. September während der Schlacht in der Tucheler Heide am Bahndamm von Klonowo bei einem polnischen Gegenangriff,[5] wenige Hundert Meter von Richard entfernt, der ihn danach beerdigte.[6]

Nach dem Polenfeldzug wurde Weizsäcker mit seinem Regiment an die luxemburgische Grenze verlegt. Während des Westfeldzuges nahm Weizsäcker an Offizieranwärter-Lehrgängen teil. Danach nahm Weizsäcker am Unternehmen Barbarossa teil. Im Juli 1941 wurde er zum ersten Mal verwundet, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse[7] und verbrachte vier Wochen in einem Lazarett. Als er zur Einheit zurückkehrte, lag diese 350 km südwestlich von Moskau. Er nahm nun an der Schlacht um Moskau teil, wobei die Einheit bis auf 35 km an die Innenstadt herankam. Das Regiment wurde im Winter 1941/42 fast vollständig aufgerieben und musste im Februar 1942 von der Front abgezogen werden. Im März 1942 versetzte man ihn als Ordonnanzoffizier zum Oberkommando des Heeres (OKH) in Mauerwald in Ostpreußen. Im Juni 1942 machte er die Verlegung des OKH zum Führerhauptquartier Werwolf bei Winniza in der Ukraine mit. Nach seiner Beförderung zum Oberleutnant kehrte er Ende Oktober 1942 zu seiner alten Einheit – nun in Grenadierregiment 9 umbenannt – zurück, welches nun in Dänemark lag. Er wurde Adjutant des Regimentskommandeurs. Ehemalige Offiziere der Einheit bezeichneten dies als eine „halbe Lebensversicherung“, da man nun nicht mehr an der Front kämpfen musste.[8]

Ende Januar 1943 wurde das Regiment wieder an die Ostfront verlegt, und ab Februar 1943 nahm es an der Leningrader Blockade teil. Anfang 1944 erhielt er das Eiserne Kreuz 1. Klasse.[9] Später folgte die Beförderung zum Hauptmann der Reserve. Mitte Mai 1944 besuchte er seinen Vater (Botschafter beim Heiligen Stuhl) in Rom. Weizsäcker freundete sich eng mit den im selben Regiment dienenden späteren Widerstandskämpfern des 20. Juli 1944 Axel von dem Bussche und Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg an, über die er von den Plänen des Claus Graf von Stauffenberg erfuhr. Er vernichtete im Januar 1945 einen Rückrufbefehl in Wartenburg und schützte somit Hermann Priebe vor der Gestapo.[10] Im Sommer 1944 machte er den Rückzug seiner Einheit aus dem Großraum Leningrad zur Küste Lettlands mit. Dort wurden die Reste des Grenadierregiments 9 vom Grenadierregiment 67 übernommen. Weizsäcker blieb weiter Adjutant und erlebte die Verlegung der Einheit per Schiff nach Ostpreußen. Im März 1945 wurde Weizsäcker in Ostpreußen bei schweren Abwehrkämpfen leicht verwundet. Das Grenadierregiment 67 war zeitweise bei Wartenburg eingekesselt. Er erreichte im April 1945 über das Eis des Frischen Haffs die Frische Nehrung, von wo die Einheit nach Danzig evakuiert wurde. Sein Kommandeur schlug ihn aufgrund der Rettung vieler Soldaten für die Ehrenblattspange des Heeres vor. Zur Verleihung kam es allerdings aufgrund des Kriegsendes nicht mehr. Über Kopenhagen kam er zum Ersatztruppenteil des früheren Grenadierregiments 9 in Potsdam. Von dort setzte er sich nach Lindau ab und beging damit Fahnenflucht. Er erlebte so das Kriegsende, ohne in Gefangenschaft zu geraten.[11][12][13]

Studium und Beruf

Richard von Weizsäcker zusammen mit seinem Vater Ernst von Weizsäcker in Nürnberg (ca. 1947–1949)

Schon 1945 nahm Weizsäcker ein Studium der Rechtswissenschaft, Nebenfach Geschichte, in Göttingen auf, das er 1950 mit dem ersten und 1953 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. Im Juli 1955 erfolgte die Promotion zum Dr. jur. mit der Arbeit Der faktische Verein. Während der gesamten Zeit war er dem Arbeitsrechtler Wolfgang Siebert, in den 1940er Jahren Leiter des Jugendrechtsausschusses der Akademie für Deutsches Recht, eng verbunden (Repetitorium, Assistenz, Doktorvater). Neben seinem Studium arbeitete Weizsäcker von 1947 bis Anfang 1949 als Assistent von Rechtsanwalt Hellmut Becker, der der Verteidiger seines Vaters bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen war. Während der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse war Weizsäcker im sogenannten ‚Wilhelmstraßen-Prozess‘ Hilfsverteidiger seines Vaters, des SS-Brigadeführers und Staatssekretärs Ernst von Weizsäcker, der aufgrund seiner aktiven Mitwirkung bei der Deportation französischer Juden nach Auschwitz wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu einer sieben-, später fünfjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Richard von Weizsäcker bezeichnete das Urteil später immer als „historisch und moralisch ungerecht“.[14]

Wohnanschrift 1951 Gelsenkirchen

Im Herbst 1950 kam von Weizsäcker nach Gelsenkirchen Vom 1. Oktober 1950 bis 1953 arbeitete Weizsäcker als wissenschaftliche Hilfskraft bei der Mannesmann AG und sein Büro hatte er auf der Zeche Consolidation in Schalke. Er wohnte zu dieser Zeit als Untermieter in dem Haus Bismarckstraße 193. Später zog er in die Feldmark und wohnte in der Wallotstraße.

1953 wechselte er in die Rechtsabteilung der Mannesmann AG nach Düsseldorf. Im Juli 1955 erhielt er Prokura und wurde 1957 Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung. Ende Juni 1958 schied Weizsäcker bei Mannesmann aus und war bis 1962 persönlich haftender Gesellschafter des Bankhauses Waldthausen, zu dem über seine Frau familiäre Beziehungen bestanden. Danach war er von 1962 bis 1966 Mitglied der Geschäftsführung des Chemie- und Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim in Ingelheim am Rhein. Boehringer Ingelheim lieferte im Folgejahr 1967 720 Tonnen Trichlorphenolatlauge an Dow Chemical. „Mit großer Betroffenheit“ habe er erst Jahre nach seiner Tätigkeit bei Boehringer von Agent Orange erfahren, sagte von Weizsäcker – eine Aussage, die auch angezweifelt wurde.

Politische Karriere vor der Präsidentschaft

Partei

Richard von Weizsäcker auf einer Pressekonferenz des CDU-Vorstandes (1973)

Ab 1954 war Weizsäcker Mitglied der CDU. Von 1966 bis zu seiner Wahl zum Bundespräsidenten 1984 war er Mitglied des Bundesvorstandes. 1968 wurde Weizsäcker von Helmut Kohl zum ersten Mal als CDU-Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten vorgeschlagen, unterlag aber in der Kampfabstimmung im CDU-Auswahlausschuss deutlich mit 20 zu 65 Stimmen gegen den damaligen Verteidigungsminister Gerhard Schröder. 1971 wurde Weizsäcker von Rainer Barzel zum Vorsitzenden der CDU-Grundsatzkommission berufen. Auf dem 22. Bundesparteitag der CDU in Hamburg im November 1973 stellte Weizsäcker die ersten Ergebnisse zweier Jahre Arbeit in der Grundsatzkommission vor und löste damit lebhafte Diskussionen aus. Erst 1978 wurde das neue CDU-Grundsatzprogramm beschlossen, das unter seiner Federführung – und der von Heiner Geißler – entstanden war.

Im Jahr 1965 wurde Weizsäcker als Kandidat für den Deutschen Bundestag vorgeschlagen, lehnte die Kandidatur aber ab, um einen Interessenkonflikt aufgrund seines Ehrenamtes als Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages zu vermeiden.[15] 1969 kandidierte Weizsäcker im Wahlkreis Worms für den Deutschen Bundestag. Er wurde über Platz 2 der rheinland-pfälzischen CDU-Landesliste in den Bundestag gewählt und war bis 1981 Mitglied des Deutschen Bundestages. Am 17. Mai 1973 unterlag Weizsäcker Karl Carstens in einer Kampfabstimmung um den Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Weizsäcker wurde sodann stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Bei der Wahl des deutschen Bundespräsidenten 1974 war Weizsäcker Kandidat von CDU und CSU. Diese Kandidatur nahm Weizsäcker im Bewusstsein an, dass er aufgrund der Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung nur als sogenannter ‚Zählkandidat‘ aufgestellt wurde. Gewählt wurde der bisherige Außenminister Walter Scheel (FDP), der als Kandidat der sozial-liberalen Koalition angetreten war. Weizsäcker gehörte dann 1976 dem von Helmut Kohl für die Bundestagswahl 1976 aufgestellten Schattenkabinett an. Von 1981 bis 1983 war er außerdem CDU-Landesvorsitzender in Berlin.

Mit der Annahme seiner Wahl zum Bundespräsidenten ließ er traditionsgemäß seine Mitgliedschaft in der CDU ruhen und nahm sie auch nach dem Ende seiner Amtszeit nicht wieder wahr.

Regierender Bürgermeister von Berlin

Berlins Bürgermeister Richard von Weizsäcker, US-Präsident Ronald Reagan und Bundeskanzler Helmut Schmidt am 11. Juni 1982 vor dem Checkpoint Charlie

1979 war Weizsäcker Spitzenkandidat der CDU bei den Wahlen zum 8. Abgeordnetenhaus von Berlin. Zwar wurde die CDU mit 44,4 % der Stimmen stärkste Kraft; Regierender Bürgermeister blieb aber der bisherige Amtsinhaber Dietrich Stobbe. Die Koalition aus SPD und FDP wurde fortgesetzt. Von 1979 bis 1981 war Weizsäcker Vizepräsident des Deutschen Bundestages. 1981 kam es zu vorgezogenen Neuwahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus. Bei diesen Neuwahlen wurde die CDU mit 48,0 % der Stimmen erneut stärkste Kraft und erhielt ihr bislang bestes Ergebnis auf Berliner Landesebene. Weizsäcker wurde daraufhin als Nachfolger von Hans-Jochen Vogel, der damit nur ein halbes Jahr im Amt gewesen war, zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt. Er stand vom 11. Juni 1981 bis 9. Februar 1984 einem Senat vor, der zunächst als Minderheitsregierung fungierte; im März 1983 bildete er eine Koalition mit der FDP.

Weizsäcker legte in besonderem Maße Wert auf die Pflege internationaler Kontakte. Bei seinen Antrittsbesuchen bei den Präsidenten der Westalliierten erwarb er sich nach Auffassung von Beobachtern großes Ansehen.[16] Als erster Regierender Bürgermeister besuchte er im September 1983 auch die DDR, wo er vom Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker empfangen wurde.[17] Weizsäcker und Honecker blieben sich menschlich fremd,[18] und abgesehen von einer Absichtserklärung der DDR zur Absenkung des Mindestumtauschs für Jugendliche brachte das Treffen keine praktischen Ergebnisse. Zu den innenpolitischen Herausforderungen in Weizsäckers Regierungszeit gehörten insbesondere die Hausbesetzungen in Ortsteilen wie Kreuzberg, wobei er die praktische Umsetzung von Räumungen in erster Linie in der Verantwortung von Innensenator Heinrich Lummer beließ.[19]

Weizsäckers Nachfolger als Regierender Bürgermeister war Eberhard Diepgen (CDU).

Bundespräsident

Im November 1983 wurde Weizsäcker zum zweiten Mal als CDU/CSU-Kandidat für das Bundespräsidentenamt benannt und bei der Wahl am 23. Mai 1984 von der Bundesversammlung zum sechsten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Am 1. Juli wurde er als Nachfolger von Karl Carstens in diesem Amt vereidigt. Bei der Wahl des deutschen Bundespräsidenten am 23. Mai 1989 wurde Weizsäcker im Amt bestätigt. Es war die bislang einzige Wahl eines Bundespräsidenten, bei der es nur einen Bewerber gab.

Weizsäcker wirkte integrierend und erlangte hohe Anerkennung im In- und Ausland mit seiner Rede vom 8. Mai 1985, in der er den 8. Mai 1945 als „Tag der Befreiung vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ bezeichnete. Er trat für ein behutsames Zusammenwachsen von Ost und West ein und mahnte in seiner Rede zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990: „Sich zu vereinen, heißt teilen lernen.“ In der Zeit übte Richard von Weizsäcker 1992 schwere Kritik an den deutschen Parteien. Er kritisierte, dass sich der Einfluss der Parteien auf die gesamte Gesellschaft ausgeweitet habe. Sie seien längst zu einem sechsten Verfassungsorgan geworden, aber, im Gegensatz zu den anderen, keiner Kontrolle unterworfen. Weiterhin führte er aus, dass das vorrangige Ziel der Parteien sei, die nächste Wahl zu gewinnen und nicht langfristig Probleme dieses Landes zu lösen. Sie nähmen temporäre Stimmungen im Volk in ihr Parteiprogramm auf, um bei der nächsten Bundestagswahl möglichst viele Stimmen zu erhalten.

Gesellschaftliches Engagement

Richard von Weizsäcker, 2009

Zur Erfüllung nachwirkender Verpflichtungen als Alt-Bundespräsident unterhielt Richard von Weizsäcker ein Büro in Berlin.[20]

Von 1964 bis 1970 und von 1979 bis 1981 amtierte er als Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags, von 1967 bis 1984 gehörte er außerdem der Synode und dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland an.

1988 gab Richard von Weizsäcker als amtierender Bundespräsident sein Einverständnis, dass ein Schulzentrum in Bolivien nach ihm benannt werden durfte: die von Frank Weber gegründete Modellschule in Cochabamba, die als Privatschule kostenfreie Schulausbildung für sozial schwache Familien ermöglicht.[21] Er war Schirmherr des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs in Lüdinghausen, Dülmen, Paderborn und Büren (Westfalen).

Ab 1994 war er Vorsitzender des Bergedorfer Gesprächskreises der Körber-Stiftung und des Kuratoriums der Theodor-Heuss-Stiftung. Ab 2002 gehörte er außerdem dem Kuratorium des Hannah-Arendt-Zentrums (Universität Oldenburg) an und war seitdem daneben auch Schirmherr der Initiative Perspektive Deutschland, Aktion Deutschland Hilft e. V. Er war Kuratoriumsmitglied der Initiative A Soul for Europe. Viele Jahre lang war Weizsäcker ein Unterstützer der Freya von Moltke Stiftung und engagierte sich für das Neue Kreisau.[22]

Ab 1995 leitete er als Co-Präsident, gemeinsam mit dem Franzosen Stéphane Hessel, Moeen Qureshi (ehem. Premierminister Pakistans) eine vom damaligen UN-Generalsekretär Boutros Boutros-Ghali einberufene Kommission zur Neuorganisation der Vereinten Nationen. Im Jahr 1995 war die Zahl der Mitglieder dieser Kommission auf neun angewachsen, darunter die Kenianerin Wangari Maathai, später (2004) Preisträgerin des Friedensnobelpreises.

Von 1995 bis 2000 gehörte er der Jury zur Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises an. Sein Nachfolger wurde Roman Herzog.

Von Mai 1999 bis Mai 2000 war er Vorsitzender der Kommission Gemeinsame Sicherheit und Zukunft der Bundeswehr.

Im Jahr 2008 übernahm Richard von Weizsäcker die Namenspatenschaft des Phi-Delta-Phi-Inns an der Universität Tübingen.

Weizsäcker war Mitglied der Jury der Marion-Dönhoff-Stiftung, Mitglied des Club of Rome und außerdem neben dem ehemaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan und anderen Persönlichkeiten im Beirat der Berliner Humboldt-Viadrina School of Governance.

Weizsäcker gehörte zu den Begründern des „Fördervereins Dom zu Brandenburg e. V.“ und war Pate des Schönberger Musiksommers. Er war Gründungsschirmherr und ab 1994 Mitglied im Senat der von Helmut Schmidt und Kurt Biedenkopf gegründeten Deutschen Nationalstiftung.

Weizsäcker war von 2003 bis 2013 Schirmherr von Aktion Deutschland Hilft e.V., einem Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, die im Bereich der internationalen Katastrophenhilfe tätig sind. Sein Nachfolger wurde Horst Köhler.[23]

Weizsäcker war das einzige Ehrenmitglied des deutsch-amerikanischen Vereins Atlantik-Brücke,[24] im Jahr 1974 Gründungs- und ehemaliges Vorstandsmitglied der deutschen Vertretung der Denkfabrik Aspen Institute[25], Gründungsmitglied der US-amerikanischen Institution American Academy in Berlin, Ehrenmitglied des Netzwerks für Außenpolitik Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik[26] und Präsident im European Leadership Network. Die Deutsch-Britische Gesellschaft ernannte Weizsäcker wegen seines Engagements für die deutsch-britischen Beziehungen zu ihrem Ehrenpräsidenten.[27]

Ehrungen

  • 1941 Eisernes Kreuz 2. Klasse
  • 1944 Eisernes Kreuz 1. Klasse
  • 1975 Großes Bundesverdienstkreuz
  • 1982 Schärfste Klinge der Stadt Solingen
  • 1983 Senator der Max-Planck-Gesellschaft; Theodor-Heuss-Preis
  • 1984 Ehrenmitglied des Vereins für die Geschichte Berlins[28]
  • 1984 Sonderstufe des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Als Amtsinsignie zum Antritt des Bundespräsidentenamtes)
  • 1985 Collane des Finnischen Ordens der Weißen Rose
  • 1986 Rhetorik-Preis; Großkreuz mit Großer Ordenskette des Verdienstordens der Italienischen Republik
  • 1987 Orden vom Quetzal
  • 1987 Orden „Antonio José de Irisarri“ von Guatemala
  • Ritter Großkreuz im Orden vom Niederländischen Löwen
  • 1987 Goldene Kamera; Romano-Guardini-Preis; Atatürk-Friedenspreis; Deutsches Sportabzeichen in Gold
  • 1988 Ehrenring des deutschen Handwerks
  • 1988 Ritter des Nassauischen Hausordens vom Goldenen Löwen[29]
  • 1988 Falkenorden
  • 1988 Ritter des Schwedischen Seraphinen-Ordens
  • 1989 Ritter des dänischen Elefanten-Ordens
  • 1989 Ehrenbürger von Bonn
  • 1990 Harnack-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft; Geuzenpenning der niederländischen „Stiftung Geuzen-Widerstand 40–45“; Ehrenbürger von Stuttgart; Ehrenbürger von Berlin
  • 1991 Goldmedaille der jüdischen Loge B’nai B’rith für besondere Verdienste; Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf
  • 1992 Königlich-Viktorianische Ordenskette
  • 1992 Nansen-Flüchtlingspreis
  • 1993 Heinz-Galinski-Preis
  • 1994 Großkreuz des Verdienstordens der Republik Polen; Augsburger Friedenspreis; Leo-Baeck-Preis, Olympischer Orden
  • 1995 Großkreuz des Verdienstordens der Republik Ungarn
  • 1995 Deutscher Staatsbürgerpreis; Buber-Rosenzweig-Medaille; Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
  • 1995 Benennung des Schulzentrums Richard-von-Weizsäcker-Schule in Ottbergen
  • 1995 Benennung des Progymnasium (heute Gymnasium) Richard-von-Weizsäcker-Gymnasium in Baiersbronn
  • 1995 Ehrenbürger der Universität Stuttgart
  • 1996 Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung
  • 1996 Preis der Ludwig-Wünsche-Stiftung
  • 1997 Ehrenbürger von Danzig
  • 1997 Benennung des Richard-von-Weizsäcker Berufskollegs in Paderborn
  • 1998 Benennung des Richard-von-Weizsäcker Berufskollegs in Lüdinghausen und Dülmen
  • 1998 Benennung des Richard-von-Weizsäcker-Gymnasiums (seit 2000 Europagymnasium) in Thale/Harz
  • 1998 Humanismus-Preis des Deutschen Altphilologenverbands (Heidelberg)
  • 2000 Dr.-Leopold-Lucas-Preis (Universität Tübingen); VdK-Preis
  • 2001 Dr.-Sieghardt-von-Köckritz-Preis (Deutsche Stiftung Denkmalschutz)
  • 2003 Erich-Kästner-Preis des Presseclubs Dresden e. V.
  • 2003 Johann-Heinrich-Voß-Preis für Literatur
  • 2003 Martin-Buber-Plakette
  • 2003 Großkreuz mit Halskette des tschechischen Ordens des Weißen Löwen
  • 2005 Mercator-Professur an der Universität Duisburg-Essen
  • 2005 Kaiser-Otto-Preis der Stadt Magdeburg
  • 2006 Umbenennung der Haus- und Landwirtschaftlichen Schule Öhringen in Richard-von-Weizsäcker-Schule Öhringen
  • 2008 „Four Freedoms Award“, Roosevelt-Stiftung Niederlande, Stadt Middelburg
  • 2009 „Förderer des Buches“, Börsenverein des Deutschen Buchhandels
  • 2009 Corine – Internationaler Buchpreis für Der Weg zur Einheit
  • 2009 Martin-Luther-Medaille für besondere Verdienste um den deutschen Protestantismus
  • 2009 Henry A. Kissinger Preis der American Academy in Berlin
  • 2010 Richard Merton-Ehrennadel des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft[30]
  • 2011 Mann des Jahres, von der polnischen Zeitung Gazeta Wyborcza[31]
  • 2012 Preis für Verständigung und Toleranz des Jüdischen Museums Berlin
  • 2013 Internationaler Mendelssohn-Preis zu Leipzig (Kategorie Gesellschaftliches Engagement)
  • 2014 Eric-M.-Warburg-Preis der Atlantik-Brücke [32]
  • 2015 (posthum) Staatsakt im Berliner Dom
  • 2016: Erinnerungstafel an dem Haus Bismarckstraße 193 in Gelsenkirchen-Bismarck

Sein Eisernes Kreuz I. Klasse trug der Bundespräsident während seiner Amtszeit offiziell nicht.

Ehrendoktorwürden

  • 1984 Grenoble; New York (School of Social Research)
  • 1985 Weizmann-Institut für Wissenschaften (Rechowot/Israel)
  • 1986 Katholieke Universiteit Leuven
  • 1986 Istanbul
  • 1987 Sucre (Bolivien); Harvard (Cambridge/USA); Göttingen
  • 1988 Nigeria; Oxford; Sofia
  • 1990 Malta
  • 1991 Erasmus Universiteit Rotterdam; Madras; Pavia
  • 1993 Baltimore]]; Danzig
  • 1994 University of Cambridge
  • 1995 Universität Uppsala
  • 1996 Karls-Universität Prag (Rechtswissenschaften)
  • 2005 Waseda-Universität (Tokio)

Politische Positionierung

  • Er sprach sich aus für den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung, stimmte den Ostverträgen zu, und erkannte die polnische Westgrenze an.[33]

Schriften

  • Von Deutschland aus – Reden des Bundespräsidenten. Siedler, Berlin 1985, ISBN 3-88680-173-X.
  • Von Deutschland nach Europa. Die bewegende Kraft der Geschichte. Siedler, Berlin 1991, ISBN 3-88680-378-3; als Taschenbuch: Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12843-9.
  • Richard von Weizsäcker im Gespräch mit Gunter Hofmann und Werner A. Perger. Eichborn, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-8218-1160-9 (Gespräch zur Ortsbestimmung deutscher Politik nach dem politischen Wandel in Osteuropa mit zwei ZEIT-Redakteuren).
  • Vier Zeiten. Erinnerungen. Siedler, Berlin 1997, ISBN 3-88680-556-5.
  • Drei Mal Stunde Null? 1949 – 1969 – 1989. Siedler, Berlin 2001, ISBN 3-88680-732-0.
  • Was für eine Welt wollen wir? Richard von Weizsäcker im Gespräch mit Jan Roß. Rowohlt, Berlin 2005, ISBN 3-87134-524-5.
  • Richard von Weizsäcker: Alles steht und fällt mit dem politischen Willen der Mitglieder. In: Humboldt Forum Recht.
  • Die Deutschen und ihre Nachbarn. (12 Bände), hrsg. zusammen mit Helmut Schmidt, Beck, München 2008/2009, ISBN 978-3-406-90275-8.
  • Der Weg zur Einheit. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59287-4.

Literatur

  • Werner Filmer, Heribert Schwan (Hrsg.): Richard von Weizsäcker – Profile eines Mannes. Econ-Verlag, Düsseldorf/Wien 1984, ISBN 3-426-03796-3.
  • Thorsten Hinz: Der Weizsäcker-Komplex: Eine politische Archäologie. Edition JF, Berlin 2012, ISBN 978-3-929886-40-5.
  • Gunter Hofmann: Richard von Weizsäcker. Ein deutsches Leben. C. H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-59809-8.
  • Friedbert Pflüger: Richard von Weizsäcker – Ein Portrait aus der Nähe. Droemer Knaur, München 1993, ISBN 3-426-02437-3
  • Martin Wein: Die Weizsäckers, Geschichte einer deutschen Familie. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1988, ISBN 3-421-06389-3.
  • Helmut Schmidt: Ein moralischer Wegweiser. Zu Richard von Weizsäckers jüngstem Buch Der Weg zur Einheit. In: Die Zeit, Nr. 44/2009; Rezension.

Filme

  • Richard von Weizsäcker. Produktion im Auftrag des NDR. Gezeigt in Tagesschau 24 am 18. April 2015, 20:15 – 21:47 Uhr. (Lebensstationen: Zweiter Weltkrieg, Privatwirtschaft, Regierender Bürgermeister von Berlin, Bundespräsident).

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. Klaus Wiegrefe: Der stille Revolutionär. In: Der Spiegel. Nr. 11, Hamburg 15. März 2010, ISSN 0038-7452, S. 64–75 (online abrufbar ; Stand: 2015-02-01).
  2. knerger.de: Das Grab von Richard von Weizsäcker
  3. Goethe-Institut (Hg.): 50 Jahre Goethe-Institut in Dänemark 1961-2011, Kopenhagen 2011, ISBN 978-3-00-034156-4. S. 217.
  4. Setzen, Sechs! – Schulgeschichten aus Deutschland (1/3). Verlorene Kindheit. Dokumentarfilm von Dora Heinze im Auftrag des SWR. Deutsche Erstausstrahlung am 8. Dezember 2005
  5. Geschichte 1. Garderegiment zu Fuß 1933–1945.
  6. Es war grauenhaft. Spiegel-Interview mit Weizsäcker.
  7. Am 20. Juli 1941, vgl. Rudolf Schröck: Richard von Weizsäcker: eine Bildbiographie. Heyne, München 1992, S. 67.
  8. Werner Filmer, Heribert Schwan: Richard von Weizsäcker – Profile eines Mannes. Econ, Düsseldorf/Wien 1984, S. 36
  9. Wegen „besonderer Tapferkeit“, vgl. Rudolf Schröck: Richard von Weizsäcker: eine Bildbiographie. Heyne, München 1992, S. 79.
  10. Marion Gräfin Dönhoff: Er war Präsident für alle Fälle. In: Die Zeit, Nr. 27/1994, S. 4–5.
  11. Richard Georg Blaschke: Avantgarde des Widerstands: Modellfälle militärischer Auflehnung im 19. und 20. Jahrhundert. Böhlau, Wien 2000, S. 219. Sowie Dieter E. Kilian: Politik und Militär in Deutschland: die Bundespräsidenten und Bundeskanzler und ihre Beziehung zu Soldatentum und Bundeswehr. BoD, 2011, S. 168.
  12. Werner Filmer, Heribert Schwan: Richard von Weizsäcker – Profile eines Mannes. Econ, Düsseldorf/Wien 1984, S. 38–39.
  13. Karl Salm: Fahnenflucht als politische Weltanschauung? Eine zeitgeschichtlich-politische Studie zum Fall Richard Freiherr von Weizsäcker. 2. Aufl. Hohenrain Verlag, Tübingen 1990, ISBN 3-89180-022-3.
  14. Diplomat des Teufels. einestages, 17. März 2010; abgerufen am 11. Februar 2013
  15. Rüdiger Runge, Margot Käsmann: Kirche in Bewegung – 50 Jahre Deutscher Evangelischer Kirchentag 1949–1999. Gütersloh 1999, ISBN 3-579-02099-4, S. 106
  16. Wilfried Rott: Die Insel. Eine Geschichte West-Berlins 1948–1990. C.H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59133-4, S. 350 f.
  17. FAZ.net: Der Präsident der Bundesrepublik (Nachruf)
  18. Weizsäcker kommentierte seinen Gastgeber wie folgt: „Welche persönlichen Eigenschaften ihn qualifiziert hatten, an die Spitze eines Systems vorzudringen, konnte ich nicht erraten“. Vgl. Wilfried Rott: Die Insel. Eine Geschichte West-Berlins 1948–1990. C.H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59133-4, S. 352.
  19. Wilfried Rott: Die Insel. Eine Geschichte West-Berlins 1948–1990. C.H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59133-4, S. 353.
  20. Ehrensold, Büro und Mitarbeiter – Eine Frage von Moral und Anstand. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11. März 2012
  21. Centro Educativo Richard von Weizsäcker.
  22. fvms.de
  23. Schirmherrschaft und Kuratorium von Aktion Deutschland Hilft. Aktion Deutschland Hilft
  24. Ehrenmitglied: Richard von Weizsäcker S. 66 (35/45 im PDF-Modus; 5,0 MB)
  25. 24 Jahre später gründeten Willy Brandt, Marion Gräfin Dönhoff, Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Shepard Stone das Aspen-Institute Deutschland, S. 7 (S. 9/104 im PDF-Modus)
  26. Ehrenmitglieder der DGAP: Richard von Weizsäcker
  27. Ehrenpräsidenten, Webseite im Portal debrige.de (Deutsch-Britische Gesellschaft), abgerufen am 14. Februar 2015
  28. http://diegeschichteberlins.de/verein/geschichte/663-ehrenmitglieder-des-vereins.html (abgerufen am 31. Januar 2015)
  29. Jean Schoos: Die Orden und Ehrenzeichen des Großherzogtums Luxemburg und des ehemaligen Herzogtums Nassau in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag der Sankt-Paulus Druckerei AG, Luxemburg 1990, ISBN 2-87963-048-7, S. XLI.
  30. Stifterverband zeichnet Richard von Weizsäcker aus, in: Informationsdienst Wissenschaft vom 11. Juni 2010, abgerufen am 14. Juni 2010
  31. Polnische Zeitung ehrt Richard von Weizsäcker, in RP Online vom 25. Mai 2011
  32. Atlantik-Brücke: Verleihung des Eric-M.-Warburg-Preises an Dr. Richard von Weizsäcker
  33. Trauer um Richard von Weizsäcker. In: frieden 1/2015, S. 32