Robert Baretti

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Robert Baretti (* 1. Februar 1915 in Gelsenkirchen-Buer, † 13. Februar 2012 in Singen) war ein deutscher Künstler.

Leben

Robert Baretti, der in Buer geboren wurde und Schüler von Albert Schamoni am Hindenburg-Gymnasium war, begann seine künstlerische Laufbahn in den Jahren 1935 bis 1939 mit dem Studium an den Kunstakademien in Düsseldorf und Berlin. Zu dieser Zeit lebte er in der Nienkampstraße 59.[1] Dazu studierte er Germanistik und absolvierte eine kunsthandwerkliche Ausbildung an der Werkkunstschule in Hildesheim. 1940 wurde er zum Kriegsdienst einberufen. Während seines Einsatzes beim Heeresnachrichtendienst in Halle war ihm künstlerisches Arbeiten zeitweise noch möglich. 1942 erhielt Baretti für seine zeichnerischen Werke den Graphik-Preis „Junges Westfalen” durch den Westfälischen Kunstverein in Münster.

Nach 1945 arbeitete Baretti als Kunsterzieher an Schulen in Gelsenkirchen, Beckum und Hamm.

Nach dem Krieg gehörte er zu den Mitbegründern des „Jungen Westens“, einer Künstlergruppe aus Recklinghausen. Die Gruppe versuchte, das im Dritten Reich verloren gegangene Kunstterrain wiederzugewinnen und Anschluss an die internationale Kunstszene zu finden. Die starke Ausrichtung der Gruppe auf die reine Abstraktion ließ Baretti jedoch schon nach kurzer Zeit wieder Abstand nehmen und seinen eigenen Weg einschlagen.

Nach seiner Frühpensionierung zog Baretti 1960 an den Bodensee nach Göttingen bei Radolfzell. In der Folgezeit wurden sein künstlerisches Wirken wichtige Bestandteile des modernen Kunstgeschehens in der Region. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen machten auf sein Schaffen aufmerksam.

Neben seinem freien künstlerischen Schaffen wirkte Robert Baretti von 1968 bis 1983 als Leiter und Organisator der "Allensbacher Sommerausstellungen" und setzte sich dort entscheidend für die Förderung moderner Kunst am Untersee ein.

Die letzte große Einzelausstellung fand 1995 in Gelsenkirchen statt. Im weiteren Verlauf der 1990er Jahre zog sich Baretti immer mehr aus dem Kunstbetrieb zurück, blieb aber weiterhin künstlerisch tätig. Im Februar 2012 verstarb Robert Baretti im Alter von 97 Jahren in Singen.

Baretti war der Schwiegersohn von Fritz Schwartz.

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. Adressbuch 1939