Rolf Rüssmann

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Rolf Rüssmann
Rüssmann 79.jpg
Spielerinformationen
Geburtstag 13. Oktober 1950
Geburtsort Schwelm, Deutschland
Sterbedatum 2. Oktober 2009
Sterbeort Gelsenkirchen, Deutschland
Größe 185 cm
Position Abwehrspieler
Vereine in der Jugend
1962–1969 FC Schwelm 06
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1969–1973
1973
1974–1980
1980–1985
FC Schalke 04
FC Brügge
FC Schalke 04
Borussia Dortmund
105 (10)
11 (0)
199 (20)
149 (18)
Nationalmannschaft
0
1977–1978
Deutschland U-23
Deutschland
5 0(0)
20 0(1)

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Rolf Rüssmann (* 13. Oktober 1950 in Schwelm; † 2. Oktober 2009 in Gelsenkirchen[1]) war ein deutscher Fußballspieler und -manager.

Rolf Rüssmann 2007

Karriere als Fußballer

Der kopfballstarke Vorstopper spielte von 1969 bis 1973 beim FC Schalke 04. Mit diesem Verein wurde er 1972 DFB-Pokalsieger und deutscher Vizemeister. 1972 stand er im vorläufigen Aufgebot der Nationalmannschaft. Gestrichen wurde er aus dem Kader, nachdem die Verwicklung der Schalker Spieler in den Bundesliga-Skandal ans Licht gekommen war. Eine internationale Karriere war damit vorerst unmöglich geworden. Rüssmann wurde rechtskräftig vom Landgericht Essen verurteilt, vom DFB ab März 1973 gesperrt und mit einer Geldstrafe belegt. Da ihm jedoch die Freigabe für ausländische Ligen erteilt wurde, wechselte er nach Belgien zum FC Brügge. Nach seiner Begnadigung im Januar 1974 kehrte er zum FC Schalke 04 zurück. In diesem Verein spielte er bis zum 30. November 1980; 1977 wurde er mit Schalke noch einmal Vizemeister. Zum 1. Dezember wechselte er zu Borussia Dortmund. Bis 1985 spielte er bei diesem Verein in der Bundesliga. Mit 453 Spielen, in denen ihm 48 Tore gelangen, gehört er zu den Spielern mit den meisten Bundesligaeinsätzen.

Für die deutsche Nationalmannschaft spielte er 1977 und 1978 in 20 Länderspielen und nahm an der WM 1978 in Argentinien teil. Seinen einzigen Treffer in einem Spiel der Nationalmannschaft erzielte er beim 1:0-Erfolg gegen die Sowjetunion am 8. März 1978.

Grabstätte von Rolf Rüssmann

Karriere als Manager

Am 25. Februar 1987 wurde Rüssmann Manager des FC Schalke 04 als Nachfolger von Rudi Assauer. Bereits am 10. August 1987 kündigte er jedoch nach einem Streit mit dem Vorsitzenden Günter Siebert. Am 1. April 1990 wurde er von Helmut Grashoff als Manager bei Borussia Mönchengladbach eingearbeitet. Ab dem 15. Januar 1991 war er bei diesem Verein Manager. Bereits 1992 wurde er aus diesem Amt entlassen, jedoch schon drei Monate später zurückgeholt. Bis 1998 arbeitete Rüssmann für Borussia Mönchengladbach. Am 1. Februar 2001 wurde er Manager des VfB Stuttgart. Am 19. Dezember 2002 übernahm der neue Trainer Felix Magath jedoch auch diesen Posten. Rüssmann war in der Folge Mitarbeiter in den ehrenamtlichen Gremien für die Nachwuchsförderung des DFB.

Privates

Rüssmann, der in den Anfangsjahren beim S04 zusammen mit Klaus Scheer in der Steeler Straße 66 in Rotthausen wohnte [2] , erlag am 2. Oktober 2009 einem Prostata-Krebsleiden. Er war verheiratet und hatte zwei Töchter. Rüssmann wurde auf dem evangelischen Altstadtfriedhof in Gelsenkirchen beigesetzt.

In Hassel wurde der Fußballplatz am Wallheckenweg in Erinnerung an Rüssmann "Rolf Rüssmann Bolzplatz " benannt.

Einzelnachweise

  1. Manfred Hendriock: Trauer um Ex-Nationalspieler Rolf Rüssmann. In: DerWesten.de. 4. Oktober 2009. Abgerufen am 13. Oktober 2009.
  2. Adressbuch Gelsenkirchen 1971

Weblinks

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