Schalke

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Dieser Artikel beschreibt den heutigen Stadtteil Schalke. Für andere Bedeutungen siehe Schalke (Begriffsklärung).
Das Schalker Wappen
Wappen von Gelsenkirchen

Schalke
Stadtteil von Gelsenkirchen

Höhe 44 m über NN
Fläche 2,97 km²
Einwohner 21.438 [1](31. Dez. 2020)
Bevölkerungsdichte 7223 Einwohner/km²
Ausländeranteil 35,7 %
Eingemeindung 1903
Postleitzahl 45881
Vorwahl 0209
Gliederung
Stadtbezirk Mitte
Stadtteile

Altstadt, Bismarck, Bulmke-Hüllen, Feldmark, Heßler, Schalke, Schalke-Nord

Politik
Bezirksbürgermeister Marion Thielert (SPD)
Verkehrsanbindung
Autobahn Bundesautobahn 42 number.svg
Bundesstraße Bundesstraße 227 number.svg
Quelle: Statistikamt Gelsenkirchen
Satellitenbild
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Die Stadtteile Gelsenkirchens mit Schalke und Schalke-Nord im Zentrum

Schalke ist ein Stadtteil von Gelsenkirchen. Er gliedert sich verwaltungsmäßig in zwei Stadtteile, Schalke und Schalke-Nord, die beide zum Stadtbezirk Mitte gehören.

Schalke hat insgesamt eine Fläche von 7,33 Quadratkilometer[2] und insgesamt 26.052 Einwohner[3] (Stand: 31. Dez. 2020). Davon entfallen 21.438 Einwohner und 2,97 km² auf Schalke sowie 4.614 Einwohner und 4,34 km² auf Schalke-Nord.

Durch den ortsansässigen Fußballverein FC Schalke 04 ist der Ortsteil national genau so bekannt wie die Stadt Gelsenkirchen, in der dieser Stadtteil liegt. Schalke 04 trägt seine Spiele heute jedoch in Erle in der Veltins-Arena aus.

Lage und Grenzen

Der heutige Stadtteil Schalke wird im Norden auf 2,1 Kilometern von der Bahntrasse Duisburg-Ruhrort–Dortmund, im Nordwesten auf knapp 1 km von der A 42, im Westen auf 400 m von der Hans-Böckler-Allee, im Südwesten auf 1,5 km von einer weiteren Bahntrasse, nach Süden auf 1 km von der Florastraße und nach Osten auf 1,1 km von der Bismarckstraße begrenzt.[4]

Heutige Grenzziehung vs. alte Gemarkung

Der heutige Stadtteil Schalke weicht von der (mindestens) seit 1975 unveränderten Gemarkung 5270 Schalke erheblich ab. Im Südwesten, jenseits der Bahnlinie, gingen rund 1,5 km² an den neuen Ortsteil Feldmark, der zwar zu mehr als der Hälfte auf Rotthäuser und Heßlerer (kleinerer Teil) Gemarkung liegt, dessen Wohngebiete jedoch größtenteils zum alten Schalke gehören. Der äußerste Norden am Bahnhof Schalke (Siedlung um die Hubertusstraße und Industriegebiet östlich der Kurt-Schumacher-Straße. 0,2 km²) kam zum neuen, in der Hauptsache aus dem Nordosten von Heßler und dem Westen von Bismarck gebildeten Ortsteil Schalke-Nord, dessen Namensgebung sich in der Hauptsache dadurch rechtfertigt, dass auf ihm der Bahnhof Gelsenkirchen-Schalke und die Glückauf-Kampfbahn stehen – beide jedoch knapp auf Heßlerer Gemarkung.

Neu zum Ortsteil Schalke aus der Gemarkung Gelsenkirchen ist das Viertel zwischen Grenzstraße und Florastraße nebst Berufskolleg und Zentralbad im Südwesten im Südosten gekommen, ansonsten gab es nur marginale Grenzänderungen zu Bulmke und einen Zuwachs von 6 ha im Nordosten von Bismarck.

Geschichte

Der Name dieser Ortschaft hatte in der Vergangenheit mehrere Schreibweisen: Scedelike, Sceleke, Scadelik, Schadelick, Schalicke, Schalecke, Schalcke. So entstand der Begriff Schalke im Laufe der Jahrhunderte. Der Name bezeichnete vermutlich eine kleine Ansiedlung und hieß soviel wie „Gegend um den Schädel“ oder „Siedlung an schädelförmiger Gegend“.

Der erste urkundlich nachweisliche Träger dieses Namens war 1246 ein Adeliger: Henricus miles de Schadeleke, (Heinrich von Schalke). Später gab es auch den Ritter Cesarius van Schedelike. Die Adelsfamilie wird in Urkunden des Stifts Essen genannt, stirbt jedoch im 17. Jahrhundert in männlicher Linie aus.

Im 19. Jahrhundert wurde innerhalb von kürzester Zeit aus der Bauernschaft ein industriell geprägter Ort. Eine führende Rolle spielte dabei der Industrielle Friedrich Grillo. Ab 1848 wurden in der Schalker Mark mehrere Mutungsbohrungen durchgeführt, die in dem Gebiet um Schalke und die umliegenden Bauerschaften herum reichhaltige Steinkohlevorkommen vermuten ließen. 1861 werden die verschiedenen Gewerke zur Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Consolidation zusammengeschlossen.

Im Jahre 1868 fusionierten mehrere Gewerke unter der Federführung von Friedrich Grillo, dem damaligen Direktor der Kölner Bergwerks-AG, zu einer bergrechtlichen Gewerkschaft. Zu Ehren des preußischen Kanzlers wurde sie Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Graf Bismarck benannt.

Friedrich Grillo gründete 1872 in Schalke die „Aktiengesellschaft für Chemische Industrie“ und den „Schalker Gruben- und Hüttenverein“. Ein Jahr später gründete er, ebenfalls hier, die „Glas- und Spiegel-Manufactur AG“.

Im Jahr 1876 wurde dann das Schalker Gymnasium gegründet.

Schalke war um die Jahrhundertwende eine der typischen Boomtowns, die im Zuge der Industrialisierung in der Emscher-Region aus dem Boden geschossen waren. Trotz seiner gut 37.000 Einwohner erhielt Schalke im Gegensatz zu Gelsenkirchen kein Stadtrecht. Das hatte vor allem politische Gründe. Außerdem sicherte sich der preußische Staat so die Polizeiherrschaft über das unruhige Arbeiterquartier. Einwanderer in Schalke Hauptsächlich kamen Einwanderer aus Masuren nach Schalke. Sie suchten in der aufstrebenden Industrie Arbeit. Nach der Eingemeindung im Jahr 1903 Schalkes machten Einwanderer aus den damaligen Ostprovinzen ein Viertel der Gelsenkirchener Gesamtbevölkerung aus. Der Spitzname für Gelsenkirchen, „Klein-Ortelsburg", leitet sich von einer Stadt in Masuren ab.

In Schalke befindet sich der Baptistische Friedhof Gelsenkirchen. Er existiert seit 1901 in direkter Nachbarschaft zum methodistischen Friedhof und den beiden katholischen Friedhöfen.

1904 wurde der bundesweit bekannte Fußballverein FC Schalke 04 unter dem ursprünglichen Namen Westfalia Schalke gegründet.


Weblinks

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Quellen