Schalke 04 Basketball

Aus Gelsenkirchener Geschichten Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Schalke 04 Basketball
Schalke04Basketball.png
Gründungsjahr 1974
Vereinsfarben Blau / Weiß
Liga ProB Herren
Spielstätte früher: Halle an der Mühlbachstraße der

Gerhart-Hauptmann-Realschule
(1100 Plätze)

Anschrift Ernst-Kuzorra-Weg 1
45891 Gelsenkirchen
Internetseite https://schalke04.de/basketball/

Der Fußballclub Gelsenkirchen-Schalke 04 e. V., allgemein bekannt als FC Schalke 04, ist ein deutscher Sportverein aus dem Gelsenkirchener Stadtteil Schalke, dessen Basketballabteilung in der 2. Basketball-Bundesliga ProA spielt.

Geschichte

Altes Abteilungslogo bis 2013

Die Basketballabteilung entstand 1974, als sich die SG Eurovia Buer dem FC Schalke 04 anschloss. Die SG Eurovia Buer wurde zur Saison 1972/1973 aus den Vereinen BG Eurovia Buer und ASC Gelsenkirchen, dessen Basketballabteilung aus dem BV Erle entstand, gebildet. Durch den Aufstieg des BC Gelsenkirchen 1971 in die zweitklassige Regionalliga gab es zu dieser Zeit drei Vereine aus Gelsenkirchen in einer Liga. Die SG-Gründung und die spätere Angliederung an den FC Schalke 04 war somit auch eine Folge dieses Überangebots. Die Eingliederung von Eurovia Buer ging auf eine Initiative des späteren Politikers Peter Paziorek zurück.[1]

Nach einigen Jahren in der 2. Bundesliga (Gründungsmitglied 1975) stieg der Verein 1982 in die Basketball-Bundesliga auf, 1983 folgte allerdings der sofortige Wiederabstieg. Nach drei Jahren Zweitklassigkeit folgte 1986 der Abstieg in die Regionalliga, den man ein Jahr später mit dem Wiederaufstieg zunächst korrigieren konnte. Nach vier weiteren Zweitligaspielzeiten erfolgt 1991 der erneute Abstieg in die Regionalliga und 1998 stieg der Verein gar in 2. Regionalliga ab. 2000 kehrte man in die 1. Regionalliga zurück und 2004 gelang der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. In der Saison 2006/07 wurde der 6. Platz erreicht, gleichbedeutend mit der Qualifikation für den neuen Unterbau der Basketball-Bundesliga, der ProA.

Am 23. März 2009 gab der FC Schalke 04 den Rückzug aus der ProA bekannt.[2]

In der Saison 2010/11 gewannen die Schalker Basketballer den WBV-Pokal.

Die Regionalligasaison 2013/14 beendeten die Knappen als Vizemeister hinter den Iserlohn Kangaroos. Nach der Saison trennten sich die Königsblauen und Coach Heiko Skiba einvernehmlich. Am 6. Mai 2014 wurde dann bekanntgegeben, dass Raphael Wilder das Traineramt auf Schalke übernimmt.[3]

Zum 1. Juli 2014 schloss sich die Basketballabteilung des SC Hassel dem FC Schalke 04 an.[4]

Am 25. März 2015 gewann Schalke zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte den WBV-Pokal.[5]

Am 6. März gelang es Schalke, zwei Spieltage vor Saisonende, den Aufstieg in die 2. Bundesliga ProB perfekt zu machen.[6] Nach dem Gewinn der Meisterschaft wurden Schalker Protagonisten persönliche Ehren zuteil: Raphael Wilder wurde von eurobasket.com zum Trainer des Jahres in der 1. Regionalliga West gekürt, der US-Amerikaner Patrick Carney wurde als Spieler des Jahres ausgezeichnet.[7]

In der Saison 2017/18 erreichte S04 unter Wilders Leitung das Halbfinale der 2. Bundesliga ProB und schied dort gegen den späteren Meister Elchingen aus. Da der Titelträger keine Lizenz für die 2. Bundesliga ProA beantragte, ging das Aufstiegsrecht an Schalke.[8] Bester Schalker Korbschütze in der Aufstiegssaison war der US-Amerikaner Courtney Belger mit einem Punkteschnitt von 16,5.[9]

In der Saison 2018/19 sicherte sich die Mannschaft mit dem 14. Tabellenplatz den Klassenerhalt. Anfang Dezember 2019 wurde Trainer Wilder mit sofortiger Wirkung freigestellt, der Grund für den Entschluss wurde seitens des Vereins zunächst nicht mitgeteilt. S04 stand zum Zeitpunkt der Trennung im Mittelfeld der ProA-Tabelle.[29] Neuer Trainer wurde Alexander Osipovitch, der zuvor Wilders Assistent gewesen war. Einige Tage nach der Trennung gab Schalke 04 „unterschiedliche Auffassungen in der sportlichen Ausrichtung“ als Trennungsgrund an. Als die Saison 2019/20 wegen der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 im März 2020 abgebrochen wurde, stand Schalke als 16. auf einem Abstiegsplatz der 2. Bundesliga ProA, allerdings setzte die Liga aufgrund des vorzeitigen Saisonendes die Abstiegsregelung außer Kraft. Für die Basketball-Abteilung habe der Verein in den vorangegangenen Jahren viel Geld bezahlt, sagte das für die Finanzen zuständige Vorstandsmitglied des FC Schalke 04, Peter Peters, Mitte April 2020. Da man sich eine Mannschaft in der ProA nicht mehr leisten könne, habe man entschlossen, einen Lizenzantrag für die ProB zu stellen, so Peters. Kurz darauf trat der Leiter der Basketballabteilung, Tobias Steinert, nach rund neunjähriger Amtszeit zurück. Als Grund wurden unterschiedliche „Auffassungen über die künftige Ausrichtung“ angegeben.

Erfolge

  • Meisterschaft 2. Bundesliga: 1977, 1982, 1984
  • Meisterschaft 1. Regionalliga West: 1975, 1987, 1995, 2016
  • Aufstieg in die 2. Bundesliga ProA: 2018
  • WBV-Pokal: 1975, 2011, 2015

Persönlichkeiten

FC Schalke 04 Basketball Academy

Der Jugendbereich der Schalker Basketballabteilung trägt seit dem Jahr 2016 den Namen FC Schalke 04 Basketball Academy. Ziel der Academy ist die Professionalisierung des Jugendbereiches, die Teilnahme an der NRW-Liga für die einzelnen Teams, sowie der Aufbau eines JBBL-Teams.[10] Am 6. März 2016 wurde bekannt gegeben, dass der FC Schalke 04 und der Bundesligist Phoenix Hagen im Nachwuchsbereich kooperien werden.[11]

  • Übergangsbereich:
    • U18, U18 II, U17w
  • Aufbaubereich:
    • U16, U15w, U14, U14 II
  • Grundlagenbereich:
    • U12, U12 II, U11w, U10, U8/U6

Weblinks

Einzelnachweise