Schalker Gymnasium Gelsenkirchen

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Schalker Gymnasium
Das Schalker Gymnasium in Schalke
Info
Anschrift Liboriusstraße 103
Gelsenkirchen
Schultyp Gymnasium
Gründung 1876
Schüler ca. 600
Website http://www.schalker-gymnasium.de
Satellitenbild
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Das Schalker Gymnasium Gelsenkirchen, das am 20. April 1876 gegründet wurde, ist das älteste Gelsenkirchener Gymnasium. Es liegt im Süden des Stadtteils Schalke.

Gymnasium an der Schalker Straße um 1910

Geschichte

Im Jahre 1876 wurde die Höhere Bürgerschule als Vorläufer des heutigen Gymnasiums gegründet. 1882 folgte die Umwandlung in ein Realprogymnasium, 1884 in ein Realgymnasium. 1898 kam es zur Umwandlung in ein Humanistisches Gymnasium, das 1904 zum Gymnasium Gelsenkirchen umbenannt wurde. Dieses erste Gymnasium an der Schalker Straße wurde 1908 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Grundsteinlegung fand am 30. April 1909 statt. Das neue Schulgebäude, das nach Skizzen und Angaben des Stadtbaurat Max Arendt von dem Architekten Theodor Wasser errichtet wurde, wurde am 30. November 1910 eingeweiht.

1933 wurde die Schule schließlich in Adolf-Hitler-Gymnasium umbenannt. Während des Nationalsozialismus wurden unter anderem Fächer wie Rassenkunde und weitere Aspekte der nationalsozialistischen Ideologie unterrichtet.

Am 4. November 1944 wurde der Südflügel des Gymnasiums zerstört, damit auch die Bibliothek, das Arbeitszimmer des Direktors und das Schularchiv. Am 6. November 1944 und am 21. Januar 1945 wurde das Schulgebäude bei Bombenangriffen der Alliierten massiv beschädigt, am 21. Januar 1945 wird auch das Wohnhaus des Schuldirektors an der Kaiserstraße völlig zerstört, und im Herbst 1956 wurde das Schulgebäude endgültig abgerissen.

Im September 1964 wird dann Richtfest für den Schulneubau an der Liboriusstraße gefeiert und im April 1966 wird der Neubau bezogen. Der Entwurf stammte von dem Architekturbüro Ernst Otto Glasmeier, Egbert Drengwitz und Halfmann.

Das Gymnasium in Schalke trug während seiner Geschichte verschiedene Namen: ab 1876 "Höhere Bürgerschule", ab 1882 " Realprogymnasium", ab 1884 "Realgymnasium", ab 1898 "Humanistisches Gymnasium", ab 1903 "Gymnasium Gelsenkirchen", ab 1933 "Adolf-Hitler-Gymnasium Gelsenkirchen", ab 1946 inoffiziell "Schalker Penne", und seit 1955 "Schalker Gymnasium Gelsenkirchen". Diesen Namen trägt die Schule bis heute.

Aktuelle Situation

Im Jahr 2003 wurden alle naturwissenschaftlichen Räume, inklusive der Informatikräume, renoviert und mit neuem Inventar, darunter je ein Deckenbeamer und ein Lehrercomputer, ausgestattet.

In dem Schuljahr 2004/2005 wurden zwei verschiedene Profilklassen, beginnend in der Stufe 5, eingerichtet. Das erste Profil war eine naturwissenschaftlich-technisch orientierte Klasse (MINT/D), die zusätzlichen Unterricht in den Fächern: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und Deutsch erhielt, die zweite Profilklasse hatte einen sportlichen Schwerpunkt.

Im August 2006 konnte aufgrund des Auszugs des Gelsenkirchener Abendgymnasiums in die Franz-Bielefeld-Straße, die vormalige Dependance des Schalker Gymnasiums, ein zusätzlicher Informatikraum mit 32 neuen Computern, sowie ein Fachraum für Mathematik mit weiteren 16 Laptops eingerichtet werden. Insgesamt verfügt die Schule somit über etwa 60 Computer und knapp 50 Laptops, welche für die Schüler verfügbar sind.

Seit Sommer 2010 bietet die Schule für alle Schülerinnen und Schüler das "MINT/D"-Profil an.[1]

Im Schuljahr 2010/2011 unterrichteten 42 Lehrerinnen und Lehrer rund 600 Schülerinnen und Schüler. Außerdem waren in dem Schuljahr am Schalker Gymnasium sechs Referendare tätig. Seit Sommer 2011 unterrichten 38 Lehrerinnen und Lehrer plus vier Referendarinnen an dieser Schule.[2]

Seit dem Schuljahr 2011/12 nimmt das Schalker Gymnasium an dem Schulversuch "Abitur an Gymnasien nach 13 Jahren" teil und gehört damit zu den G9-Gymnasien.[3]

Aufgrund von Einsparungen im Budget der nordrhein-westfälischen Landesregierung musste auch auf dieser Schule die durchschnittliche Klassengröße auf teilweise über 30 Schüler erhöht werden.

Schulpolitik

Im Jahre 2004 wurde wie in ganz Gelsenkirchen der so genannte Abischerz abgeschafft, was Unverständnis in der Schülerschaft hervorrief, da es vorab keinerlei konstruktive Kommunikation mit den Entscheidungsträgern gab. Auch an dieser Entscheidung ist die Landesregierung von NRW nicht ganz unbeteiligt gewesen, da sie die Vorgabe machte, dass es keinen Unterrichtsausfall mehr geben dürfe.

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. M I N T/D - Profilklassen am Schalker, abgerufen am 28. Mai 2011
  2. Das Lehrerkollegium des Schalker Gymnasiums, abgerufen am 28. Mai 2011
  3. Modellversuch "G9", abgerufen am 28. Mai 2011