Städtischer Schlachthof

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Städtischer Schlachthof
Schlachthof 1913.jpg
Art des Denkmals: Baudenkmal
Standort: Am Schlachthof
Stadtteil: Heßler
Baujahr: 1910-1912
Seit wann in Denkmalliste: 24.09.1987
Bemerkung: Das Denkmal am ehemaligen Städtischen Schlachthof stammt von dem Dortmunder Bildhauer Hannig.
Dokument der Denkmalbehörde: A131.pdf
Lagekarte
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Wasserturm, Maschinen und Kesselhaus des Schlachthofs um 1913

Der ehem. Städtische Schlachthof befindet sich im Ortsteil Heßler, Am Schlachthof 4.

Geschichte

Die Versorgung der schnell wachsenden Bevölkerung mit einwandfreiem Fleisch war seit 1903 eine der dringendsten Angelegenheiten der Verwaltung der neuen Großstadt Gelsenkirchen. Angestrebt wurde die Unabhängigkeit der Vieh- und Fleischbeschaffung von den Nachbarstädten und die einheitliche Schlachtvieh- und Fleischbeschau. Deshalb wurde nach mehrjährigen Erwägungen die Stilllegung der zwei vorhandenen öffentlichen, sowie der Privatschlachthöfe und die Einführung des allgemeinen Schlachthofzwanges in einem neuen Zentralschlachthof, mit dem ein Viehmarkt zu verbinden war, beschlossen. 1907 erwarb die Stadt für 136000 Mark vom Herzog von Arenberg das Gelände in Heßler an der Grothusstraße. Die Ausführung der gesamten Anlage begannen am 1. Juli 1910. Der Wasserturm wurde zwischen 1910 und 1912 als runder Ziegelbau errichtet.

Am 10. März 1913 wurde der Schlacht- und Viehof eröffnet. Der Bau des Gefrierhauses wurde Anfang Mai 1916 in Angriff genommen und am 20. November 1916 dem Betrieb übergeben. Mit der Fertigstellung des Hauses hatte Gelsenkirchen das größte Gefrierhaus im rheinisch-westfälischen Industriegebiet und es konnten ca. 500000 Menschen mit Frischfleisch versorgt werden. Mit dem Bau der Fleischgroßmarkthalle I wurde Anfang August 1925 begonnen. Ende Dezember 1925 wurde sie eröffnet. 1926 wurde die Schweineschlachtanlage in Betrieb genommen. Die Baukosten des Anlage betrug insgesamt 3633000 R.M. Der Erbauer der Gesamtanlage war Stadtbaurat und Beigeordnete Max Arendt, dem als Bauleiter Architekt Kretzschmar zur Seite stand.

Im Juli 2016 Juli 2016 übernimmt die Westfleisch mit Sitz in Münster den Schlachthof Gelsenkirchen. Im August 2021 wurde bekannt das die Westfleisch Fleischcenter Gelsenkirchen GmbH den Betrieb in Gelsenkirchen einstellt und geschlossen wird.[1] Bis dahin befand sich in dem ehemaligen Verwaltungsgebäude die städtische Veterinär- und Lebensmittelüberwachung.

Die noch heute erhaltenen Gebäude stehen seit dem 24. Dezember 1987 auf der Denkmalliste der Stadt.

Weblinks

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Einzelnachweise