St. Georg (Kirche)

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St. Georg (Kirche)
Franz-Bielefeld-Straße 38.jpg
Art des Denkmals: Baudenkmal
Standort: Franz-Bielefeld-Straße 38
Stadtteil: Schalke
Baujahr: 1906-1908
Seit wann in Denkmalliste: 01.09.1988
Bemerkung: Architekt: Peter Labonté
Dokument der Denkmalbehörde: A185.pdf
Lagekarte
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St.-Georgs-Kirche
Westansicht

Die Filialkirche St. Georg ist eine römisch-katholische Kirche in Gelsenkirchen in der Franz-Bielefeld-Straße 38. Sie setzt einen städtebaulichen Akzent an der Schnittstelle der West-Ost- mit der Süd-Nord-Achse der Stadt.

Geschichte

Die Anfänge der Kirche in Gelsenkirchen gehen mindestens ins 11. Jahrhundert zurück. So ist in Münster eine Aufzeichnung über eine Kirche St. Georg in Gelsenkirchen aus dem Jahre 1073 urkundlich nachweisbar. Nach der Reformation diente die alte Kirche als Simultaneum und wurde erst 1882 abgebrochen.

Der Grundstein der heutigen Kirche wurde am 5. August 1906 gelegt, da man der Stadt das Patrozinium des Hl. Georg erhalten wollte. Geweiht wurde die Kirche am 18. Juli 1908 durch den damaligen Paderborner Erzbischof Dr. Schneider. Die Plänen stammten von dem Gelsenkirchener Architekten Peter Labonté.

Im 2. Weltkrieg fielen Bomben auf die Kirche. Dabei wurden Turmhelm und Dach vollständig zerstört. 1948/1949 wurden die Zerstörungen auf Betreiben der Gemeinde beseitigt. Der Turm erstand in seiner alten Form und Höhe von 58 Metern wieder.

1974 wurde der Kirchenraum den neuen Anforderungen nach dem 2. Vatikanischen Konzil angepasst. So rückte der neue Altar in den Mittelpunkt der Vierung, ein großes Holzkreuz beherbergt nun das Tabernakel und die Elemente des alten Hochaltars fanden neue Plätze in der Kirche. Bei dieser Gelegenheit wurde auch eine neue elektrische Fußbodenheizung eingebaut. Die letzte Renovierung erfolgte im Jahr 1988. Im Januar 1988 wurde die alte Krippe von Kindern in Brand gesetzt, weshalb der Kirchenraum völlig verrußt war. Dies machte einen komplett neuen Innenanstrich notwendig. Gleichzeitig wurde die Lautsprecheranlage modernisiert und eine Kassettendecke eingezogen.

Förderverein

Laut des Zukunftskonzeptes des Bistums Essen vom 22.Juni 2005 sollte die Kirche St. Georg als Filialkirche der Propsteikirche St. Augustinus erhalten bleiben. Dann aber hat Dr. Felix Genn, der Bischof von Essen, bezüglich St. Georg entschieden, dass der Erhalt dieser Kirche als Gottesdienstort nicht mehr verantwortbar sei. Nun soll St. Georg also ab der Umsetzung der neuen Struktur im Jahre 2007 zu den sogenannten "Weiteren Kirchen" zählen, die keine Zuweisungen mehr aus Kirchensteuermitteln erhalten. Über eine weitere Nutzung der Kirche müssen dann das Bistum und die neue Großgemeinde St. Augustinus entscheiden. Das war die Idee, die dazu führte, dass im Februar 2006 der Förderverein von Mitgliedern der Gemeinde gegründet wurde. Zweck des Vereins ist die Förderung der Erhaltung der denkmalgeschützten Kirche, sowie deren Erhaltung als Gottesdienstraum. Dies soll insbesondere durch die Bereitstellung finanzieller Mittel, durch Öffentlichkeitsarbeit. sowie kulturelle und religiöse Aktivitäten verwirklicht werden.

Am 2. Februar 2019 wurde die letzte Messe in der Kirche gefeiert.[1]

Quellen

  • Homepage der Gemeinde
  • Kirchen gaben der Stadt den Namen - Katholisches Stadtsekretariat Gelsenkirchen - 1986

Weblinks

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Einzelnachweise