St. Josef (Ückendorf)

Aus Gelsenkirchener Geschichten Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
St. Josef (Ückendorf)
St.josef.jpg
Art des Denkmals: Baudenkmal
Standort: Ückendorfer Straße 124
Stadtteil: Ückendorf
Baujahr: 1894-1896
Seit wann in Denkmalliste: 08.04.1987
Bemerkung: 1912 Sakristei Anbau durch Josef Franke
Dokument der Denkmalbehörde: A110.pdf
Lagekarte
Die Karte wird geladen …


St. Josef ist eine katholische Pfarrkirche in der Ückendorfer Straße 124 im Ortsteil Ückendorf.

Geschichte

Am 15. Dezember 1878 bildete sich ein „Kirchbaukomitee“ und am 13. Juni 1880 wurde ein Kirchbauverein gegründet. Im Jahre 1885 entsteht der St.-Josef-Arbeiterverein; er sollte, diesmal zusam­men mit dem Pfarrer von St. Gertrud, Teller, zum eigentlichen Initiator der „Pfarridee“ werden. Hinzu tritt noch (1884) das in Ückendorf berühmte „Klei­ne-Grollmann'sche Testament“, mit welchem der Besitzer des gleichnamigen Ho­fes sein Vermögen der Kirche vermacht mit der Auflage, eine pfarrliche Selb­ständigkeit herbeizuführen. Am 1. Oktober 1887 wird Pfarrer Teller in Paderborn Domkapitular: Ücken­dorf hat damit seinen Fürsprecher an höherem Ort. Vikar Lüthen mietet den „Zitzenschen Saal“ (Vikar Lüthen hatte von Wattenscheid die Erlaubnis bekommen, den Saal der Gaststätte Zitzen, nachfolgend Bauckmann, an der Bochumer Straße anzumieten und als Betsaal herrichten zu lassen. Später war hier das Roland Kino untergebracht, danach ein Rewe-Geschäft, heute ein russischer Supermarkt, gegenüber der Einmündung der Straße Flöz Dickebank); am 10. Mai 1888 wird dort das erste Meßopfer gefeiert. Tauf- und Trauungserlaubnis folgen am 27. Juli 1891. Mit Datum vom 22. Januar 1894 wird vom Paderborner Bischof Dr. Hubertus Simar Wikipedia-Link die Erichtungsurkunde der ersten katholischen Pfarrei in Ückendorf unterzeichnet. Damit war Carl Lüthen zum ersten Pfarrer in Ückendorf ernannt. Die Gelsenkirchener Bergwerks-AG schenkt das Grund­stück für den Kirchbau und der erste Spatenstich wird am 29. August 1894 vollzo­gen und der Grundstein am 11. November 1894 an der Ecke Ückendorfer Straße und Virchowstraße gelegt. Der Gelsenkirchener Architekt Lambert von Fisenne erstellt die Baupläne, die Firma Weinrich in Bochum-Weitmar bekommt den Bauauftrag. Am 6. Oktober 1896 konsekriert der Paderborner Weihbischof Dr. Augu­stinus Gockel die neue Kirche.

Ausstattung

Das Gotteshaus zeigt sich als neugotische Halle mit drei Schiffen und Quer­schiff; außen ist es mit einer Klinkerhaut überzogen. Ungewöhnlich sind klassi­zistische Anteile, sowohl außen am Turm als auch innen an Pfeilern, die unge­achtet ihrer gotischen Knospenkapitelle mehr flächig wirken und eine Körper­haftigkeit entwickeln, die den gotischen Bündelpfeilern eher fremd ist. Der Turm wurde nach Kriegsschäden wieder aufgebaut.

Die Kirche steht seit dem 8. April 1987 auf der Denkmalliste.

Bildergalerie

Weblinks

GG-Icon.png Thematisch passender Thread im Forum

Quelle

Kirchen gaben der Stadt den Namen - Katholisches Stadtsekretariat Gelsenkirchen - 1986