St. Pius

Aus Gelsenkirchener Geschichten Wiki
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ehemalige St. Pius Kirche

St. Pius war eine Katholische Kirche am Eppmannsweg im Ortsteil Hassel.

Geschichte

Für die Verantwortlichen im 1957 gegründeten Ruhr-Bistum war es eine schwierige Entscheidung, ob eine eigene Gemeinde im Neubaugebiet am Eppmannshof gerechtfertigt sei. Seelsorgerische Überlegungen gaben den Ausschlag. 1962 wurde von St. Michael eine Pfarre abgetrennt und eine Holzkirche gebaut. Der damalige Papst Johannes XXIII. hatte erklärt: "Der Segen einer Pfarrgemeinde beginnt beim Kindergarten." Weil es Anfang 1963 bei den 2121 Gemeindemitgliedern 780 Kinder und 183 Jugendliche gab, entstand als Erstes und mit hohen Eigenleistungen der Gemeindemitglieder ein Kindergarten mit 90 Plätzen.

Die Pläne für die Kirche stammten von dem Architekten Paul Günther.

Ausstattung

Die einfache Kirche hob sich aus der umgebenden Wohnbebauung durch ihr breites Kupferdach hervor. Sie wurde als Teil eines Gemeindezentrums mit Pfarr- und Küsterhaus um einen von der Straße abgewandten ruhigen Innenhof konzipiert. Aus Sparsamkeitsgründen wurden Kirche und Pfarrsaal kombiniert. Eine Faltwand erlaubte eine Vergrößerung der Kirche um 100 Plätze. Den Altar mit Reliefs fertigte der Westerwälder Bildhauer Morkramer.

Figurengruppe

Vor der Kirche mahnte eine 1978 gestiftete Figurengruppe Fünf kluge und fünf törichte Jungfrauen zu geistiger Vorsorge. Sie verbildlicht das bei den Evangelisten Matthäus Kap. 25, Vers 1-13 überlieferte Gleichnis Jesu von fünf klugen und fünf törichten Jungfrauen: Die einen haben rechtzeitig das Öl zur Hochzeitsfeier besorgt, die anderen haben die Wartezeit mit anderen Dingen versäumt und befinden sich nun vor einer geschlossenen Tür. Den Entwurf der in Polyester ausgeführten Gruppe stammte ebenfalls Arnold Morkramer Wikipedia-Link.

Die Kirche wurde ab August 2014 abgerissen.

Quelle

Weblink

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