St. Theresia

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St. Theresia
Polsumer Str. 104 - Kath. Pfarrkirche St. Theresia.jpg
Art des Denkmals: Baudenkmal
Standort: Polsumer Straße 104
Stadtteil: Hassel
Baujahr: 1958-1960
Seit wann in Denkmalliste: 08.01.1999
Bemerkung: Architekt: Dipl.-Ing. Karl Band, Köln
Dokument der Denkmalbehörde: A306.pdf
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Steinerner Löwe

St. Theresia ist eine ehemalige katholische Kirche an der Polsumer Straße in Hassel.

Geschichte

Die Geschichte von St. Theresia beginnt, als Pfarrer Heinrich Plugge am 4. April 1948 in Sankt Michael eingeführt wird. Neue Straßen und ganze Siedlungen entstehen bis zum Im Bahnwinkel auf der Westseite der Polsumer Straße. Im Jahre 1957 wird ein Kirchbauverein gegründet; es ist der Bischof von Danzig, der infolge des Kriegsausgangs seinen Bischofsstuhl verloren hatte, der am 26. Oktober 1959 den ersten Spatenstich zum Bau der neuen Kirche an Polsumer Straße / Flachsstraße tut. Es folgen einige für die neue Gemeinde wichtige Da­ten und Ereignisse: am 16. Juni 1959 wird mit Karl Wulf bei der Muttergemein­de ein eigener Vicarius expositus (Pfarrvikar) bestellt; am 16. Juli 1960 und mit Wirkung vom 1. Juli wird St. Theresia Expositur — wie es heißt — ohne eigene Vermögensverwaltung. Am 3. September 1959 wird der bisherige Vicarius expo­situs als Pfarrer an St. Theresia eingeführt. Mit Wirkung vom 1. Juli 1961 er­folgt die Abtrennung von der Muttergemeinde Sankt Michael; einige Gebietsteile von Sankt Urbanus kommen noch hinzu. Die Kirche, er­baut nach den Plänen von Regierungsbaumeister Dipl.-Ing. Karl Band aus Köln durch die Firma Karl Braunsteiner aus Gladbeck, wird durch Bischof Dr. Franz Hengsbach am 18. Juni 1960 konsekriert. Bis 1984 leitet Karl Wulf die Gemeinde. Sein Nachfolger wird Armando Savioli.

Ausstattung

Der Kirchbau selbst zeigt sich als leicht verschobener Kubus (Würfel) mit teil­weise eingezogenem Rundturm im Südwesten. Die Kirche ist geostet. In der teils eingezogenen Ostkonche (Apsis) steht der Hochaltar; über ihm das Altarkreuz von Hermann Kunkler, Marl, in der Nordkonche befindet sich eine fast lebens­große Marienplastik des Emmericher Bildhauers von Levetzow. In den beiden Untergeschossen des Turmes ist die Taufkapelle mit kleinen Grisaille-Fenstern und senkrechten farbigen Fensterbändern. Eine Pfeifenorgel (Walcker, Lud­wigsburg) mit 22 Registern aus dem Baujahr 1967 steht in der Nordost-Ecke ne­ben dem Chor; unter ihr ist der Grundstein mit der Jahreszahl 1958. Der gesam­te Bau ist innen und außen mit Klinkern ummantelt. An der Westseite ist neben dem Portal ein steinerner Löwe installiert. Auf dem Kirchengrund­stück stehen noch das Pfarrhaus, eine Küster-Organistenwohnung, das Appartement der Leiterin des Kindergartens und der Kindergarten für 90 Plätze. Im Hauptaltar der Kirche St. Theresia in Hassei ruhen Reliquien der Heiligen Amatus und Adeodatus.

Schließung und Diskussion um künftige Nutzung

Der Kirchenbau, der seit dem 8. Januar 1999 unter Denkmalschutz steht, wurde am 17. September 2007 geschlossen. In der Zwischenzeit gab es vorübergehende Nutzungen: 2015/16 als Flüchtlingsunterkunft, ebenso einige Zeit als Lager für kirchliches Inventar. 2018 wurde die Vermarktung des Geländes beschlossen. Im Frühjahr 2020 diskutierte man, die nicht denkmalgeschützten Nebenbauten niederzulegen und mit einem Supermarkt neu zu bebauen. In der bestehenden Kirche würde dann ein Kindergarten eingerichtet.

Weblinks

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Quelle

Kirchen gaben der Stadt den Namen - Katholisches Stadtsekretariat Gelsenkirchen - 1986