Stadthalle

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Die Stadthalle war das Gelsenkirchener Stadttheater und befand sich im Stadtgarten Gelsenkirchen. Es wurde 1935 eröffnet.

Die alte Stadthalle Gelsenkirchen

Mit einer Aufführung von Johann Wolfgang von Goethes »Egmont« wurde 1935 in der Stadthalle das Gelsenkirchener Stadttheater eröffnet. In den Ausstellungshallen auf dem Wildenbruchplatz fand aus Anlass der Eröffnung der ersten eigenen städtischen Bühne in Gelsenkirchen ein großes, drei Tage dauerndes Volksfest statt.

Die Schaffung eines Theaters für Schauspiel, Operette und Oper war von der Gelsenkirchener Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung am 23. Mai 1935 bekannt gegeben worden. Um dem Ensemble eine finanzielle Grundlage zu verschaffen, waren Schauspiel- und Operettengastspiele in anderen Revierstädten zugesichert worden.

Die Theatergeschichte Gelsenkirchens reichte bis ins Jahr 1875 zurück, als der Gastwirt Heinrich Schulte-Uechting für sein Lokal »Flora« erstmals Schauspielertruppen für kurzfristige Gastspiele engagierte. Sie waren alle durch private Initiativen entstanden und die Theatersäle waren häufig an Gaststätten angeschlossen.

Von 1881 bis 1914 prägte Franz Genesius (Adresse: Alter Markt 2) als Direktor des von ihm gegründeten Theaters das Kulturleben der Stadt. Neben Volksstücken auch Klassiker wie Schillers "Räuber", Neuerscheinungen wie Stücke des damals gefeierten naturalistischen Dramatikers Hermann Sudermann und sogar Operetten zu inszenieren. Die Erfolge bewogen die Stadt, dem Genius-Theater ab 1909 öffentliche Zuschüsse zu zahlen. Ab 1911 übernahm die Stadt selbst Verantwortung für das Theaterleben in Gelsenkirchen.

Die Stadthalle wurde während des 2. Weltkriegs zerstört, und 1955 wurde mit dem Baugeginn des MiR ein Ersatz geschaffen.

Schauspieler am Stadttheater

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