Stadtteile in Gelsenkirchen

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Die Stadt Gelsenkirchen wird in insgesamt 18 Stadtteile unterteilt, die sich in fünf Verwaltungsbezirke gliedern. Nach § 2 der Hauptsatzung der Stadt werden diese Stadtbezirk genannt.

Stadtbezirke

Stadtbezirke Gelsenkirchen

Die innergemeindlichen Grenzen zwischen den Stadtbezirken werden, mit Ausnahme der Grenze des Bezirkes Nord, von verschiedenen Elementen der Verkehrsinfrastruktur der Stadt gebildet. So trennt die Eisenbahnstrecke Herne-Oberhausen die Bezirke Mitte und Süd, der Rhein-Herne-Kanal Mitte und West bzw. Ost und die Kurt-Schumacher-Straße Ost und West.

Bezirksvertretungen

Die Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen gibt den kreisfreien Städten auf, das gesamte Stadtgebiet in Stadtbezirke einzuteilen. Es soll in nicht weniger als drei und nicht mehr als zehn Stadtbezirke eingeteilt werden. In Gelsen­kirchen gibt es fünf Stadtbezirke: Gelsenkirchen-Mitte, -Nord, -West, -Ost und -Süd. Für jeden Stadtbezirk wird eine Bezirksvertretung gewählt.

Die Mitgliederzahl der Bezirksvertretungen ist nach den Einwohnerzahlen des Stadtbezirks gestaffelt. Die Bezirksvertretungen Gelsenkirchen-Mitte und -Nord haben jeweils 19 Mitglieder, die Bezirksvertretungen Gelsenkirchen-West, -Ost und -Süd jeweils 17 Mitglieder. Die Bezirksvertretungen entscheiden unter Beachtung der Belange der gesamten Stadt im Rahmen des Haushaltsplanes und der vom Rat erlassenden allgemeinen Richt­linien insbesondere in Angelegenheiten, deren Bedeutung nicht wesentlich über den Stadtbezirk hinausgeht. Die einzelnen Aufgaben der Bezirksvertretungen ergeben sich aus § 8 der Bezirkssatzung der Stadt Gelsenkirchen. Die Bezirksvorsteherinnen bzw. die Bezirksvorsteher führen die Bezeichnung Bezirksbürgermeisterin bzw. Be­zirksbürgermeister.

  • Bezirksvertretung Nord
  • Bezirksvertretung Ost
  • Bezirksvertretung West
  • Bezirksvertretung Mitte
  • Bezirksvertretung Süd

Stand nach Kommunalwahl 2020

Statistik

Daten

Stadtteil/ -bezirk Einwohner[1] Ausländeranteil (%)[1] Fläche (km²)[2] Bevölkerungsdichte (Ew/km²)[1][2] Wohnbaufläche (km² – %)[2] Industrie-/ Gewerbefläche (km² – %)[2] Landwirtschaftl. Fläche (km² – %)[2] Forstwirtschaftl. Fläche (km² – %)[2]
Buer 32.901 13,1 13,066 2.518 3,003 – 22,9 0,694 – 5,3 0,989 – 7,6 1,822 – 13,9
Scholven 8.994 13 12,298 731,3 1,055 – 8,6 2,397 – 19,5 3,835 – 31,2 1,110 – 9,0
Hassel 15.249 22,4 7,556 2.018 1,625 – 21,5 0,616 – 8,2 2,025 – 26,8 0,557 – 7,4
Bez. Nord 57.144 15,58 32,920 1.734 5,683 – 17,3 3,707 – 11,3 6,850 – 20,8 3,489 – 10,6
Erle 25.371 11,8 7,739 3.278 2,082 – 27,0 0,844 – 10,9 0,197 – 2,6 0,076 – 1,0
Resse 11.466 8,71 6,511 1.761 1,166 – 17,9 0,260 – 4,0 2,881 – 44,2 0,428 – 6,6
Resser Mark 3.330 6,67 6,405 519,9 0,441 – 6,9 0,004 – 0,1 0,718 – 11,2 2,746 – 42,9
Bez. Ost 40.167 10,46 20,656 1.944 3,689 – 17,9 1,108 – 5,4 3,797 – 18,4 3,250 – 15,7
Horst 20.277 22,8 6,685 3.033 1,368 – 20,5 1,710 – 25,6 0,472 – 7,1 0,041 – 0,6
Beckhausen 14.142 13,1 6,147 2.301 1,307 – 21,3 0,268 – 4,4 1,974 – 32,1 0,084 – 1,4
Bez. West 34.419 18,8 12,832 2.681 2,676 – 20,9 1,979 – 15,4 2,446 – 19,1 0,125 – 1,0
Altstadt 10.047 39,2 1,574 6.383 0,175 – 11,1 0,041 – 2,6 0,011 – 0,7 0,008 – 0,5
Schalke 21.438 35,7 2,968 7.223 0,707 – 23,8 0,674 – 22,7 0,017 – 0,6 0,004 – 0,1
Schalke-Nord 4.614 40,8 4,344 1.062 0,280 – 6,4 1,514 – 34,7 0,033 – 0,8 0,081 – 1,9
Bismarck 15.906 23,9 7,223 2.202 1,167 – 16,2 0,585 – 8,1 0,448 – 6,2 0,253 – 3,5
Bulmke-Hüllen 25.422 32,8 4,198 6.056 1,249 – 29,8 0,757 – 18,0 0,101 – 2,4 0,003 – 0,1
Feldmark 10.608 20,9 3,894 2.724 0,718 – 18,4 0,170 – 4,4 0,129 – 3,3 0,075 – 1,9
Heßler 5.622 14,3 3,780 1.487 0,475 – 12,6 0,417 – 11,1 0,452 – 12,0 0,306 – 8,1
Bez. Mitte 93.657 30,55 27,981 3.348 4,771 – 17,1 4,158 – 14,9 1,191 – 4,3 0,730 – 2,6
Neustadt 4.743 40,7 0,631 7.517 0,206 – 32,6 0,013 – 2,1 0,004 – 0,6 0,000 – 0,0
Ückendorf 20.466 26,7 6,278 3.260 1,567 – 24,9 0,444 – 7,1 0,542 – 8,6 0,277 – 4,4
Rotthausen 14.148 28,7 3,563 3.971 0,854 – 24,0 0,439 – 12,3 0,620 – 17,4 0,021 – 0,6
Bez. Süd 39.357 29,11 10,474 3.759 2,626 – 25,1 0,896 – 8,6 1,166 – 11,1 0,298 – 2,8
Gesamtstadt 264.744 22,53 104,860 2.525 19,445 – 18,5 11,848 – 11,3 15,450 – 14,7 7,892 – 7,5

Quelle: Statistikstelle der Stadt Gelsenkirchen - Bevölkerungsstatistik (Stand: 31. Dez. 2020)

Bewertung

Der Stadtteil mit den meisten Einwohnern und der größten Fläche ist Buer. Während der ebenfalls im Stadtbezirk Nord gelegene Stadtteil Scholven sowohl der Stadtteil mit der größten industriell als auch der größten landwirtschaftlich genutzten Fläche Gelsenkirchens ist, verfügt der Stadtteil Resser Mark über die größte forstwirtschaftlich genutzte Fläche.

Den geringsten Anteil an der industriell und gewerblich genutzten Fläche der Stadt Gelsenkirchen haben heute die Bezirke Süd mit 7,9 % (oder 9,0 % in Bezug zur Bezirksfläche) und Ost mit 9,3 % (oder 5,4 % zum Bezirk). Dagegen lässt sich im Bezirk Mitte mit einem Anteil von 35,8 % Industrie- und Gewerbefläche gemessen an der industriell und gewerblich genutzten Stadtfläche (oder 15,2 % zum Bezirk) noch die industrielle Vergangenheit wiedererkennen. In den Stadtbezirken Nord und West spiegelt sich in den Zahlen von 31,3 % bzw. 15,6 % (in Bezug zur industriell und gewerblich genutzten Stadtfläche) der große Flächenverbrauch der dortigen Raffinerieanlagen wider.

Die drei Bezirke Nord, Ost und West werden mit ca. 20 % der jeweiligen Bezirksfläche gleichermaßen stark landwirtschaftlich genutzt, wobei alleine im Bezirk Nord 43,8 % aller landwirtschaftlich genutzten Flächen der Stadt liegen. Schlusslichter sind die Stadtbezirke Mitte mit nur 4,4 % und Süd mit 11,2 % Anteil an der Bezirksfläche. Die forstwirtschaftliche Flächennutzung ist mit 15,3 % im Bezirk Ost (dort liegt das Waldgebiet Resser Mark) am größten. Bezogen auf das gesamte Stadtgebiet liegen im Bezirk Ost sogar 40,7 % aller forstwirtschaftlichen Flächen.

Während sich also besonders im Norden und Osten der Stadt, sowie auch im Stadtteil Beckhausen noch eine gewisse land- bzw. forstwirtschaftliche Prägung bemerkbar macht, ist vor allem südlich des Rhein-Herne-Kanals die montanindustrielle Vergangenheit der Stadt mit der dazugehörigen Wohnbebauung prägend, auch wenn an die ehemals dort betriebenen Zechen Holland, Rhein-Elbe und Hibernia und an das Gußstahlwerk von Thyssen nur noch wenige Gebäude erinnern.

Der höchste natürliche Punkt im Stadtgebiet befindet sich an der Westerholter Straße mit 96,0 Meter über NN. Mit 201 Meter über NN ist jedoch die aufgeschüttete Halde Oberscholven mit ihrem Gipfelkreuz deutlich höher. Der niedrigste Punkt ist an der Nordsternstraße mit 28,0 Meter über NN.

Insgesamt wird das gesamte Stadtgebiet zu etwa einem Drittel Land- und forstwirtschaftlich genutzt. Mit rund 2.500 ha überwiegen dabei die landwirtschaftlich genutzten Flächen, die sich zu weniger als einem Drittel aus Grünland zusammensetzen. Die forstwirtschaftlichen Flächen betragen ca. 950 ha. Brachflächen sind kaum vorhanden.

Der Gartenbau umfasst insgesamt 48 Betriebe mit rund 38 ha gärtnerischer Nutzfläche. Der Hauptteil der Fläche wird vom Blumen- und Zierpflanzenbau eingenommen. Bei den Gartenbaubetrieben handelt es sich dort ausschließlich um Endverkaufsbetriebe, die hauptsächlich für den örtlichen Markt produzieren. Die Baumschulen haben ihre Anzuchten auf den örtlichen bzw. überörtlichen Verbrauch abgestellt, wobei die Anzucht von Koniferen und Ziersträuchern eine besondere Rolle spielt.

Die Gesamtwaldfläche von Waldflächen und Waldverteilungen im Stadtgebiet beträgt 931 ha. Das sind 8.9 % der Gesamtfläche. Der überwiegende Teil der Waldflächen liegt im nordöstlichen Bereich. Größere Waldkomplexe sind der Emscherbruch, die Löchterheide und der Stadtwald. Die übrigen stark parzellierten Waldflächen sind über das gesamte Stadtgebiet verstreut, wobei der Bestand im Gelsenkirchener Süden erheblich geringer ist als im Norden.

Der größte Waldanteil von 61.2 % befindet sich in Privatbesitz. 38.8 % sind Kommunalwald. Die Kommunalwaldflächen befinden sich im Besitz der Stadt Gelsenkirchen und des Kommunalverbandes Ruhrgebiet.[3]

Siehe auch

Quellen

Einzelnachweise