Sutum

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Sutum ist eine Bauernschaft im Stadtteil Beckhausen, in der sich viele Familien angesiedelt haben, mit ländlichem Charakter. Sie besitzt einen eigenen Friedhof, die katholische Kirche Clemens Maria Hofbauer und ein Gewerbegebiet.

Die Hauptstraße mit Geschäften ist die Theodor-Otte-Straße.

Vorgeschichte

Sutum, als „Suthem“ bereits im 11. Jahrhundert erwähnt, bildete bis zum Einzug der Kohleindustrie Mitte/Ende des 19. Jahr­hunderts und den damit verbundenen Veränderungen den südlichsten Zipfel un­ter den vierzehn Bauernschaften des alten Kirchspiels Buer. August Peters hingegen datiert die Entstehung der Siedlung Sutum auf Grund des Namens Sudheim auf die Zeit um 400 n. Chr., demnach wäre Sutum über 1700 Jahre alt.[1] Die Emscher war die Grenze auch für das kurkölnische Vest Recklinghausen, zu welchem Buer ge­hörte. Jenseits, auf dem Südufer des Flusses, lag die Grafschaft Mark.

In gewissem Sinne als Vorläufer einer relativen Selbständigkeit und der Loslö­sung aus den alten Abhängigkeiten wird eine einklassige Schule auf „Schocken­schniders Kotten“ gegründet. Dieser Fachwerkbau lag an der heutigen Eschfeldstraße 9 a und wurde erst 1966 abgerissen. Nicht nur Sutum, sondern auch Beck­hausen und Erle gehörten zum Schulbezirk. Noch kurze Zeit vor dem Ende des Kurfürstentums Köln wurde im Jahre 1798 der Kandidat der Theologie Gerhard Tiemann vom benachbarten Bauernhof gleichen Namens von dem kurfürstlich-kölnischen Statthalter Graf von Nesselrode auf Schloß Herten mit der Verwaltung der Schule betraut. Die Schule lag an der heutigen Adenauerallee. Nun ist bekannt, dass der Kohlebergbau von Süden nach Norden über die Em­scher in das Buersche Gebiet vorrückte und die Einwohnerzahlen in den südli­chen Bauernschaften emporschnellten. Schon 1858 werden abgeteuft der Schacht I der Zeche Nordstern, 1873 Schacht I der Zeche Hugo, 1882 Schacht II Hugo und 1891 wurde mit den Abteufarbeiten für Schacht III Hugo begonnen, der für die Entwicklung Sutums von großer Bedeutung ist. Die Arbeiten werden 1893 abge­schlossen. Ein letzter Schacht Hugo IX wurde noch im Jahre 1978 an der Theodor-Otte-Straße in Betrieb genommen. Die Einwohnerstatistik belegt den Zusammenhang von Industrieansiedlung und Bevölkerungszahlen: Im Jahr 1903 zählt Beckhausen mit Holthausen und Sutum 4 614 Einwohner; das waren mehr als die Einwohnerzahl fünfundzwanzig Jahre vorher für ganz Buer von der Emscher im Süden bis zum Erdbach im Norden.

Quelle

Kirchen gaben der Stadt den Namen - Katholisches Stadtsekretariat Gelsenkirchen - 1986

Lagekarte

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Einzelnachweise

  1. Buersches Lesebuch zum 1000 Jährigen Jubiläum der Stadt Buer

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