Turmschule

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Turmschule
Info
Anschrift Schonnebecker Straße 32
45884 Gelsenkirchen
Schultyp Grundschule
Ort Rotthausen
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Schulträger Stadt Gelsenkirchen
Satellitenbild
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Die Turmschule ist eine Gemeinschaftsgrundschule der Stadt Gelsenkirchen. Sie liegt im Stadtteil Rotthausen.

Turmschule 2016

Geschichte

  • 1909: Die Bürgermeisterei Rotthausen erwirbt an der Kaiser-, Hilgenboomstraße- und Ackerstraße ein Grundstück und beginnt mit dem Bau eines Schulgebäudes für evangelische Kinder.
  • 1910: Die "Kaiserschule" wird am 7. April eingeweiht. Der Unterricht beginnt mit etwa 900 Schülern in 16 Klassen. Herr Rektor Altfeld ist der erste Schulleiter.
  • 1914: Der Ausbruch des 1. Weltkrieges verhindert die Ausführung des ursprünglichen Planes, das Schulgebäude zu erweitern und zusätzlich Platz für katholische Kinder zu schaffen. Einige Räume dienen als Lazarett.
  • 1935: Die Schule wird von etwa 1.200 Schülern besucht. Sie ist von der Schülerzahl die größte in Gelsenkirchen. Um diese Zeit leitet Herr Rektor Hermann Tobien die Schule.
  • 1939–1945: Das Schulgebäude dient vorwiegend nichtschulischen Zwecken. Ein Lazarett wird eingerichtet. Luftschutz und Sicherheitsdienst beziehen Keller und Turm. Die Schüler benutzen die Räume der Hindenburgschule mit (Schichtunterricht).
  • 1948: Das durch Bomben beschädigte Gebäude ist wieder hergestellt. Die Schule erhält den Namen "Dahlbuschschule" und nimmt am 29. November mit 889 Schülern in 18 Klassen den Schulbetrieb wieder auf. Zur Schulleiterin wird Rektorin Helene Jung bestellt.
  • 1954–1958: Mehrfache Änderung der Schulbezirksgrenzen führen dazu, dass die Schülerzahl auf etwa 600 zurückgeht.
  • 1959: Herr Siegfried Bergmann wird zum Rektor ernannt und übernimmt die Schulleitung. Der Lehrermangel wird immer spürbarer. Mehrere doppelte Klassenführungen werden erforderlich. Der Unterrichtsausfall beträgt fast 30 % .
  • 1960: Die dringend benötigte Turnhalle wird gebaut und eingeweiht. Die Schule feiert ihr 50-jähriges Bestehen.
  • 1961: Auch Rotthausen bleibt vom großen Zechensterben im Ruhrgebiet nicht verschont. Viele Familienväter verlassen die Zeche Dahlbusch und ziehen fort. Die Schülerzahl geht zurück.
  • 1968: Das Schulwesen in Nordrhein-Westfalen wird neu geordnet. Grundschulen und Hauptschulen werden selbstständige Schulformen. In Befragungen und Abstimmungen entscheiden sich die Eltern Rotthausens für die Errichtung von Gemeinschaftsschulen. Der Rat der Stadt Gelsenkirchen bestimmt die Dahlbuschschule zur Grundschule. Die Schule erhält den Namen "Gemeinschaftsgrundschule an der Schonnebecker Straße" und umfasst die Einzugsbereiche der bisherigen Gartenbruch-, Schulz-Briesen-, Hilgenboom- und Dahlbuschschule. Herr Rektor Hans Donauer wird zum Schulleiter bestellt. Der Unterricht beginnt mit etwa 760 Schülern in 19 Klassen.
  • 1969: Die Schule nimmt 2 Jahre lang als eine von 200 Versuchsschulen in Nordrhein-Westfalen an der Erprobung der neuen Richtlinien und Lehrpläne teil. Im Mittelpunkt steht der Mathematikunterricht. Die Schule bietet den Eltern mehrere Arbeitsgemeinschaften zur Einführung in die "Neue Mathematik" an. Diese werden rege besucht.
  • 1971-1974: Für die stark wachsende Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund werden Intensivkurse und eine Hausaufgabenbetreuung eingerichtet. Die Schule erhält 1974 türkische Lehrkräfte, so dass Vorbereitungsklassen gebildet werden können. Die Gesamtschülerzahl liegt jetzt bei über 800. Raumnot führt zur Errichtung eines Pavillons auf dem hinteren Schulhof und zur Anmietung eines Raumes im evangelischen Gemeindehaus.
  • 1980: Die beiden Schulhöfe erhalten Markierungen für Kreis- und Hüpfspiele, der große Hof außerdem Markierungen für den Verkehrsunterricht. Eine Lokomotive mit Wagen und andere Kletter- und Sitzmöglichkeiten werden aufgestellt bzw. montiert.
  • 1985: Die Schule feiert mit einer Festwoche ihr 75-jähriges Bestehen.
  • 1991: Die Schule richtet eine internationale Lerngruppe ein. Sie ist gedacht für Seiteneinsteiger ohne Deutschkenntnisse.
  • 1995: Die Schule richtet für den Zeitraum 11 - 13 Uhr im ehemaligen Werkraum die so genannte "Verlässliche Schule" ein. Dadurch ist gewährleistet, dass Kinder berufstätiger Eltern den ganzen Vormittag in der Schule bleiben können. Für türkische Mütter wird ein Raum für einen Deutschkurs zur Verfügung gestellt. Die Schule führt eine Projektwoche zum Thema "Miteinander leben" durch. In Zukunft findet in jedem Jahr eine Projektwoche statt, in der in der Regel klassenübergreifend zu einem Thema gearbeitet wird. Die Gesamtschülerzahl beträgt ca. 450; sie bleibt vorerst in etwa bei diesem Wert. Im Zuge des Programms zur Schulwegsicherung werden vor dem Schulgelände im Bereich Schonnebecker Straße / Grüner Weg Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung durchgeführt.
  • 1997: Der große Schulhof erhält als Spielgerät eine Kletterpyramide und die erste von mehreren Ruhebänken. Der Förderverein beteiligt sich an der Finanzierung.
  • 1998: Ein Schulgarten wird angelegt.
  • 2003: Im Hinblick auf den drohenden Irak-Krieg veranstaltet die gesamte Schule einen Friedenstag.
  • 2003: Alle Klassenräume sind inzwischen mit Computern ausgerüstet. Ein Computerraum mit 7 Schüler-PCs, einem Lehrer-PC und einem Beamer steht der Schule zu Verfügung.
  • 2004: Die "Schuleingangsphase" wird eingeführt. Die Schulkonferenz entscheidet sich, dass die Schüler/innen weiterhin in Jahrgängen unterrichtet werden. Es wird ein Förderkonzept erstellt. In einigen Lernbereichen des Sachunterrichts soll in den Jahrgängen 1/2 und 3/4 jahrgangsübergreifend gearbeitet werden.
  • 2005: Die Schule soll einen neuen Namen erhalten. Unter Einbeziehung der Schüler und Eltern beschließt die Schulkonferenz, der Schule den Namen "Turmschule" zu geben.

Weblinks

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