Ursula Heindrichs

Aus Gelsenkirchener Geschichten Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ursula Heindrichs (* 3. Juli 1928 in Gelsenkirchen) ist eine deutsche Germanistin, Pädagogin und Märchenforscherin; seit 2001 Ehrenpräsidentin der Europäischen Märchengesellschaft.

Leben

1928 geboren in Gelsenkirchen, studierte Deutsch, Geschichte, Philosophie und Pädagogik in Freiburg, Innsbruck und Bonn; 1956 Dissertation: Der Brunnen in der deutschen Dichtung – eine motivgeschichtliche Untersuchung (veröffentlicht 1957 unter dem Namen Ursula Wiegers).

1957 Erstes und 1959 Zweites Staatsexamen; seitdem ohne Unterbrechung, bis 1991, als Pädagogin am Ricarda-Huch-Gymnasium Gelsenkirchen (einem Unesco-Gymnasium) tätig, zuletzt als Studiendirektorin (Fächer: Deutsch und Geschichte). Sie war seit 1958 mit Heinz-Albert Heindrichs (Komponist, Lyriker, Maler; Prof. an der Universität und der Folkwang-Hochschule Essen) verheiratet.

Leistungen

Von 1982 bis 1989 war sie Vizepräsidentin und von 1989 bis 2001 Präsidentin der Europäischen Märchengesellschaft, seit 2001 ist sie deren Ehrenpräsidentin. Von 1985 bis 2001 war sie Kuratoriumsmitglied der Märchen-Stiftung Walter Kahn (seit ihrer Gründung). Von 1993 bis 2001 Kuratoriumsmitglied der Associazione Culturale Italo-Tedesca (ACIT). 1982 gründete sie die „Gesellschaft zur Rettung der Poesie im Unsinn“, (Ehrenmitglieder: Erich Fried und Eugène Ionesco). 1991 stiftete sie den Gingko-Preis zur Förderung literarischer Arbeiten von Schülern.

Auszeichnungen

1992 erhielt sie den Bürgerpreis der Stadt Gelsenkirchen, 1992 den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen und 1998 das Bundesverdienstkreuz I. Klasse. 2001 wurden ihr und ihrem Mann der Europäische Märchenpreis verliehen.

Veröffentlichungen

Mit Heinz-Albert Heindrichs Ausrichtung von sechs Internationalen Kongressen und damit verbunden Herausgabe von acht Buchbänden der Europäischen Märchengesellschaft: „Die Zeit im Märchen“ 1987 (1989) – „Tod und Wandel im Märchen“ (1991) – „Märchen und Schöpfung“ 1992 (1993) – Das Märchen und die Künste“ 1995 (1996) – „Zauber Märchen“ 1997 (1998) – „Alter und Weisheit im Märchen“ 1999 (2000) – „Märchen die Brücken bauen“ (2010) – „Märchen als Brücke für Menschen und Kulturen“ 2010 (2011): zum Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010

"Es war einmal – es wird eines Tages sein. Zur Aktualität der Volksmärchen." Hohengehren: Schneider-Verlag 2001.

Literatur

  • als Ursula Wiegers: Der Brunnen in der deutschen Dichtung. Eine motivgeschichtliche Untersuchung. Bonn 1957, DNB 480561281 (Dissertation Universität Bonn 15. Juni 1955, 295 Seiten).
  • Heindrichs, Ursula: "Es war einmal – es wird eines Tages sein. Zur Aktualität der Volksmärchen." Hohengehren: Schneider-Verlag 2001, Zur Autorin: S.204.

Weblinks

GG-Icon.png Thematisch passender Thread im Forum (Ursula und Heinz-Albert Heindrichs )
GG-Icon.png Thematisch passender Thread im Forum (Dr. Ursula Heindrichs & die Europäische Märchengesellschaft)