Walter Zwickhofer

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Walter Zwickhofer
Spielerinformationen
Geburtstag 11. Juni 1924
Sterbedatum 30. April 2019
Position Mittelfeld
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1942–1956 FC Schalke 04 218 (16)

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Walter Zwickhofer (* 11. Juni 1924, † 30. April 2019) war ein deutscher Fußballspieler.

Karriere

Zwickhofer gehörte dem FC Schalke 04 an und bestritt für den von 1942 bis 1944 Punktspiele in der Gauliga Westfalen. Die war zunächst eine von 16, später auf 23 aufgestockten Gauligen, zur Zeit des Nationalsozialismus die höchste Spielklasse im Deutschen Reich. In der Saison 1944/45 spielte Schalke in der Gruppe 1 der in drei Staffeln unterteilten Gauliga Westfalen. Diese kam bereits Ende September 1944 wegen des außergewöhnlich frühen und harten Wintereinbruchs und mangels einsatzfähiger Spieler vollständig zum Erliegen. Während dieser gut zwei Jahre gewann Zwickhofer zweimal die Gaumeisterschaft und bestritt am 2. Mai 1943 das mit 8:1 gewonnene Erstrundenspiel beim Spielverein 06 Kassel. Des Weiteren nahm er 1942 am Wettbewerb um den Tschammerpokal teil und bestritt alle fünf Rundenspiele einschließlich des Halbfinales, das seine Mannschaft am 25. Oktober mit 2:0 gegen Werder Bremen gewann und somit ins Finale einzog. In diesem, das jedoch mit 0:2 gegen den TSV 1860 München am 15. November im Berliner Olympiastadion verloren wurde, kam er nicht zum Einsatz.

1945 geriet er, genauso wie Hermann Eppenhoff, in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Nach vier Jahren kamen beide frei und reisten 20 Tage lang mit der Bahn von Tiflis zurück nach Gelsenkirchen. Schon bald nach ihrer Rückkehr schnürten Zwickhofer und Eppenhoff ihre Schuhe wieder für die Königsblauen. Nach ihrem Einstand beim 5:1-Sieg gegen TSG Vohwinkel im letzten Oberligaspiel der Saison 1948/49 verstärkten beide auch im August 1949 ihr Team. Sie waren dabei maßgeblich an den Siegen (1:0 gegen Bayer Leverkusen und 9:0 gegen den VfL Benrath) in den Relegationsspielen um den Klassenerhalt beteiligt.

Von 1949 bis 1956 kam er in der Oberliga West, einer von fünf Staffeln als höchster deutscher Spielklasse, zum Einsatz und gewann 1951 die Westdeutsche Meisterschaft. Infolgedessen nahm er mit seiner Mannschaft auch an der in zwei Gruppen zu je vier Mannschaften ausgetragenen Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teil. In der Gruppe 1 bestritt er alle sechs Spiele, doch der Gruppensieger, der ins Endspiel einzog, hieß 1. FC Kaiserslautern. In der Folgesaison war die Mannschaft als Zweitplatzierter für die Endrunde qualifiziert, in der er ebenfalls alle sechs Spiele der Gruppe 1 bestritt, jedoch diese als Letztplatzierter abschloss.

1954/55 nahm er mit seiner Mannschaft am Wettbewerb um den DFB-Pokal teil und zog mit ihr, nach zuvor sechs siegreichen Runden – einschließlich zweier Wiederholungsspiele – ins Finale ein. Das am 21. Mai 1955 in Braunschweig vor 25.000 Zuschauern ausgetragene Spiel wurde durch den in der 86. Minute von Oswald Traub, Spieler des Karlsruher SC, erzielten Siegtreffer mit 2:3 verloren.

Für den FC Schalke 04 bestritt er seit seinem Oberliga-Debüt am 24. April 1949 (26. Spieltag), beim 5:1-Sieg im Heimspiel gegen die TSG Vohwinkel 80, bis zum 4. März 1956 (24. Spieltag), beim 5:1-Sieg im Heimspiel gegen Schwarz-Weiß Essen, 176 Oberligaspiele, in denen er 13 Tore erzielte.

Sonstiges

Walter Zwickhofer, der von Beruf kaufmännischer Angestellter war, lebte in Bismarck in der Haverkampstraße, und besaß - auch schon gegen Ende seiner aktiven Zeit - eine Gaststätte in der Bickernstraße 137.[1]

Erfolge

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Adressbücher der Stadt Gelsenkirchen von 1951 und 1958