Werbegemeinschaft-Erle

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Logo der Werbegemeinschaft - ...aber in der Mitte liegt Erle

Die Werbegemeinschaft-Erle wurde am 12. Februar 1969 gegründet. Die Gründung hatte den Zweck, sich zu einem Interessenverband zusammen zu schließen, der sich gegenüber Rat und Stadtverwaltung ein Sprachrohr verschaffen kann.

Vorgeschichte

Bereits vor dem 2. Weltkrieg existierte ein lockerer Zusammenschluß, um eine einheitliche Lichtreklame vor Weihnachten zu betreiben. In den 1950er Jahren formierte sich eine erste Werbegemeinschaft. Die Mitglieder veranstalteten große Modeschauen im alten Kinosaal des Wigger-Theater, gaben vor Weihnachten einen von dem Erler Graphiker Kurt Rey ausgezeichnet gestalteten Werbeanzeiger "Fahr nicht fort - kauf am Ort" heraus und ließen große Lichtersterne hoch über den Straßenbahndrähten der Cranger Straße erstrahlen. Die Werbung der 1960er Jahre erfolgte nicht mehr gemeinsam; jeder tat, was er konnte.

1968 hatte der Fotograf Friedrich Grundmann die Idee, wenigstens die Geschäfte eines geschlossenen Häuserblocks in der Weihnachtszeit zu einer einheitlicher Lichtwerbung zusammenzufassen. Er entdeckte auf dem Dachboden des Rathaus Buer alte, noch sehr gut brauchbare Lichterbäume, die zum Erinnerungspreis von DM 10,00 gerne abgeholt werden konnten. Grundmann alamierte seine Straßenseite von der Oststraße bis zur Waldstraße, und die anderen Kaufleute der Cranger Straße sahen zwischen Ebben und Grundmann eine geschlossene Lichterreihe entstehen. Die preiswerte Fundgrube blieb nicht geheim. Plötzlich wollten alle Kaufleute Lichterbäume vor den Geschäften haben und eilten zum Rathausdachboden, der innerhalb eines Tages zur Freude der Stadtverwaltung radikal leergeräumt wurde.

Anlässlich dieser Weihnachtsbeleuchtung in Erle vertraten dann die Kaufleute die Meinung, auch in Erle eine Werbegemeinschaft zu gründen. Am 12. Februar 1969 trafen sich 13 Erler Kaufleute zur Vorbesprechung in der Gaststätte Strohmann.

Gründungsmitglieder waren:

  • Christian Obersheimer vom Textilhaus Dieler
  • Hermann Strangemann (Textilhaus)
  • Helmut Bednarz (Schuhaus)
  • Clemens Göttke (Textilien)
  • Alfred Werner (Optiker)
  • Herr Heese (Möbelhaus Heese)

Ziele

Der Werbegemeinschaft war es von Anfang an ein Anliegen, den Stadtteil attraktiv zu erhalten, so dass die Kunden dort gerne und gut leben und einkaufen können.

Als ausdrückliche Ziele des Vereins wurden festgelegt:

  • Planung und Durchführung gemeinsamer Werbeaktionen.
  • Besondere Betonung der Stärke und Leistungsfähigkeit des großen Einkaufszentrums Cranger Straße.
  • Förderung des Ansehens und der Entwicklung des Stadtteils Erle.

Erste Überlegungen galten einem zugkräftigen Markenzeichen. Alfred Werner erfand den Slogan: "... aber in der Mitte liegt Erle". Der Chefdekorateur Schaub besorgte die graphische Gestaltung: Vier verschieden starke Ringe, aus deren Mitte das Wort "Erle" hervorspringt. Der in die Graphik eingearbeitete Slogan verstärkt die Aussagekraft des Zeichens: "... aber in der Mitte liegt Erle".

Veranstaltungen

1970 fand der erste Rosenmontagsumzug mit der Karnevalsgesellschaft Erler Funken auf der Cranger Straße vor über 100.000 Besuchern statt. 2004 nahm die Werbegemeinschaft mit einem eigenen Wagen an dem Zug teil.

Auf der Marktstraße organisierte die Werbegemeinschaft jedes Jahr am Rosenmontag eine große Party mit DJ, Bierstand und Grillwürstchen. In der Weihnachtszeit sorgte die Werbegemeinschaft für eine stimmungsvolle Beleuchtung auf der Cranger Straße und Zwei- bis dreimal im Jahr organisierte die Werbegemeinschaft einen verkaufsoffenen Sonntag.

Quelle