Wilhelm Johow

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Wilhelm Johow (* 25. Januar 1874 in Minden , † 27. Oktober 1960 in Hameln ) war ein deutscher Architekt und Bergwerksdirektor.

Wilhelm Johow

Leben

Nach einer Ausbildung ging er als 24jähriger nach Berlin zu seinem Bruder, der Architekt war. Um 1900 beteiligte er sich an dem Wettbewerb zum Bau des Pankower Rathauses,den er gewann. Johow entwarf Krankenhäuser, unter anderem das Pankower Krankenhaus, und viele Schulen. Im Ersten Weltkrieg wurde er zum Militärdienst eingezogen. Im Krieg hatte er 1916 ein furchtbares Erlebnis in Frankreich, das zu einem Nervenzusammenbruch führte. Nach Berlin zurückgekehrt, war er gesundheitlich nicht mehr in der Lage, sein Büro zu leiten. Sein Bruder Paul Johow vermittelte ihm deshalb eine Tätigkeit im Bergbau in Buer, wo er von 1905 bis 1929 Werksdirektor der Zeche Hugo war. Nach seinen Plänen entstand in der Albrechtstraße eine geschlossene Bebauung mit beidseitigen zweigeschossigen Häuserzeilen. 1919 kam die Familie nach. Johow arbeitete bis zu seiner Pensionierung in Buer.

Bemerkenswert waren seine Aktivitäten auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit einer Bausteinart, die er entwickelte und sich patentieren ließ, baute er sich in Gahlen, einem Dorf am Niederrhein, seinen Alterssitz. In den 50er Jahren entwarf er für diese Gemeinde ehrenamtlich eine Siedlung, die später seinen Namen erhielt. Es war sein letzter Auftrag.

Am 27. Oktober 1960 starb Wilhelm Johow.

Ehrung

Nach Ihm wurde die die Wilhelm-Johow-Straße in der Siedlung Schüngelberg in Buer benannt.

Quelle

Berlin.de