Wilhelm Niemöller

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Wilhelm Niemöller

Dr. Wilhelm Niemöller (* 8. März 1894 in Solingen, † unbekannt) war ein deutscher Journalist und Presseamtsleiter der Stadt Gelsenkirchen.

Leben

Nach seinem Abitur 1913 studierte Niemöller Philosophie in Marburg und nahm anschließend am 1. Weltkrieg teil, wo er schwer verwundet wurde. Nach dem Krieg setzte er sein Studium in Leipzig fort und legte danach vor dem stenographischen Landesamt in Dresden die Staatliche Stenographielehrer-Prüfung ab.

Im Anschluss promovierte er 1921 zum Dr. phil. und wurde im gleichen Jahre Parlamentsstenograph im Braunschweiger Landtag. 1924 trat er in die Redaktion der Rheinisch-Westfälischen Zeitung in Essen ein.

Anschließend war er von 1926 bis 1944 Schriftleiter und Musikreferent der Gelsenkirchener Allgemeine Zeitung. Dort leitete er das Feuilleton und war Kunstkritiker, vorwiegend Musikkritiker. Von 1946 bis zu seiner Pensionierung 1959 war Níemöller Leiter des Presseamt Gelsenkirchen.

Er erstellte von 1958 bis 1964, [1]nachdem er als Presseamtsleiter der Stadt Gelsenkirchen ausgeschieden war, rückwirkend ab 1944 die von seinem Vorgänger Karl Dinger begonnene Archivarbeit der Stadtchroniken. Der letzte noch während des Krieges abgeschlossene Chronikband, wurde von dem Leiter des Städtischen Informationsdienstes, Karl Dinger, geschrieben, und behandelte das Jahr 1943. Dinger wurde nach Kriegsende mit leitenden Aufgaben innerhalb der Stadtverwaltung betraut, so daß er sich der Fortsetzung der Chronik nicht mehr widmen konnte. Erst im Oktober 1958 wurde Wilhelm Niemöller mit der Weiterführung der Chronik vom 1. Januar 1944 an beauftragt. [2]

Von 1934 bis 1964 gehörte er dem Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Gelsenkirchen an.

1966 lebte Niemöller in der Altstadt in der Wanner Straße 7. [3]

Der Musikwissenschaftler Klaus Wolfgang Niemöller ist sein Sohn.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Stadtchronik am 7. Januar 1965
  2. Stadtchronik 1944
  3. Adressbuch 1966