Wilhelm Schmitt

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Professor Dr. Wilhelm Schmitt (* 29. April 1879 in Vreden, † 15. Mai 1961 in Laer, Landkreis Osnabrück) war ein ehemaliger Lehrer und deutscher Schriftsteller.

Leben

Wilhelm Schmitt wurde 1879 in Vreden geboren. Er wurde nach 1905 zunächst Lehrer am Realgymnasium in Gelsenkirchen-Bulmke und unterrichtete von 1908 bis zu seiner Pensionierung am Jungengymnaiusm in Buer. Er war seit 1935 ehrenamtliches Vorstandsmitglied des Verein für Orts- und Heimatkunde Buer und Begründer des Buerschen Heimatmuseums. Er wohnte in der Heimat 11 [1]. Er verstarb am 15. Mai 1961 in (Bad) Laer im Landkreis Osnabrück und wurde auf dem Hauptfriedhof Buer beigesetzt [2].

Bei Schmitt wird besonders deutlich, daß Heimatkunde der 1920er Jahre oft vorstädtische Geschichtssuche war, die die Sehnsucht, vorindustrielle Zustände wiederherzustellen, nicht verbergen kann. Seinen Prosageschichten liegen zumeist mündliche Überlieferungen zugrunde. Wie Bernd Schmitz setzt er oft das Stilmittel der plattdeutschen Mundart ein. Schmitt schrieb zwei Dramen, die seine wohl wichtigsten Beiträge zur Gelsenkirchener Literatur darstellen. Das zweite, der Schwank "Der Schneider in der Hölle", erschien Januar 1925 in der Zeitschrift "Das Vest". Lebendig im Bewußtsein der Buerschen Bevölkerung erhalten wollte Schmitt auch eine weitere Überlieferung aus der Geschichte des Raumes Buer-Westerholt. Sein "Hexenänneken" . Ein westfälischer Hexenprozeß mit Benutzung der Gerichtsakten in einem Einakter veröffentlichte er 1924 in der "Gesellschaft für Buchdruckerei" in Gelsenkirchen in der Buerschen Hagenstraße. Im Buerschen Stadtwald, auch Heinrich Maria Denneborg war beteiligt, ließ er es Mitte der 20er Jahre von Schülern und anderen Laien öffentlich aufführen.

Selbständige Veröffentlichungen

  • Hexenänneken. Ein westfälischer Hexenprozeß mit Benutzung der Gerichts-Akten in einem Einakter dargestellt. Gelsenkirchen: Gesellsch. für Buchdr. 1924.
  • Der Schneider in der Hölle. 1925

Unselbstständige Veröffentlichungen

  • Das Vest, Gelsenkirchen-Buer, 1924, H. 8: Wiedersehen. Eine Weihnachts- und Bergmannsgeschichte. Nach dem wirklichen Leben erzählt; Vestische Teufelssagen; 1925, H. 1: Der Schneider in der Hölle oder: Ein volkstümlicher Abend. Ein Schwank in fünf Szenen – Vest. Zeitschr., Münster, 39, 1932: Vom alten Volkstum in Buer.

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. Adressbuch Gelsenkirchen 1961
  2. Stadtchronik 1961, S. 148

Quelle